Dörfles-Esbach
dörfles-esbach.inFranken.de  Den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Dörfles-Esbach wurde ordentlich ins Gewissen geredet.

Ideengeber und Vorbild in Sachen Natur

Schrebergartenbesitzer aufgepasst: Öfen in der Schrebergartenanlage sind verboten und müssen raus! Darüber informierte Zweiter Vorsitzender Hans Kuhn vom Schrebergarten-Ausschuss bei der Hauptversamml...
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Urkunden und Blumen gab es zum Dank für eine langjährige Mitgliedschaft. Die Auszeichnung teilten sich der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer (links) sowie die Vorsitzenden Hans Kuhn, Sabine Benende und Bürgermeister Udo Döhler (von rechts).  Foto: Manja von Nida
Urkunden und Blumen gab es zum Dank für eine langjährige Mitgliedschaft. Die Auszeichnung teilten sich der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer (links) sowie die Vorsitzenden Hans Kuhn, Sabine Benende und Bürgermeister Udo Döhler (von rechts). Foto: Manja von Nida

Schrebergartenbesitzer aufgepasst: Öfen in der Schrebergartenanlage sind verboten und müssen raus! Darüber informierte Zweiter Vorsitzender Hans Kuhn vom Schrebergarten-Ausschuss bei der Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Dörfles-Esbach. Kuhn informierte, die Gartenordnung der Schrebergärten sei zu überarbeiten. Der Punkt des Verbots von Öfen werde darin aufgenommen. "Wer seinen Ofen weiter betreiben will, muss die Abnahme von einem Bezirkskaminkehrermeister durchführen lassen", erklärte Kuhn. Die Gemeinschaftsarbeiten würden mit der Verbesserung der Gänge erfolgen. "Wer nicht mithelfen kann, zahlt einen Unkostenbeitrag", so Kuhn. Ein Schaukasten an der Gärtnerei Büchner informiere über Termine. Bauliche Veränderungen seien immer anzeigepflichtig. Das waren einige der Informationen.

Bis Ende Januar 2019 waren 418 Mitglieder im Verein gemeldet. Der Sommer sei viel zu trocken gewesen, sagte Vorsitzende Sabine Benende. Der OGV habe sich mit einer 200-Euro-Spende an der Baumallee zwischen Lautertal und Dörfles beteiligt. Drei Hochbeete seien für den Schulgarten der Emil-Fischer-Grundschule gespendet und mit den Schulkindern bepflanzt worden.

Bürgermeister Udo Döhler zeigte sich vom guten Besuch der Versammlung beeindruckt. "Das zeigt doch Ihr Interesse am Geschehen im Ort", meinte er. Döhler dankte für die Ortspflege und Gestaltung. "Die Ortsverschönerung hat im letzten Jahr Früchte getragen: Bei der Siegerehrung des Wettbewerbs ,Das schönere Dorf‘ war die Bewertungskommission von der Autoranch begeistert. Wir durften dafür einen Sonderpreis in Empfang nehmen", erinnerte Döhler. Der Bürgermeister sprach ausführlich zu den Mitgliedern und ging dabei auf das Volksbegehren für die Artenvielfalt "Rettet die Bienen" ein. Da müsse sich jeder mal an die eigene Nase fassen. Die Anlage von Steingärten oder der Einsatz von Pestiziden seien zu überdenken. "Und vielleicht sollte man auch ein nicht gewolltes Blümchen im Garten mal wachsen lassen, um eben auch den Bienen und Insekten eine Heimat zu geben", sagte Döhler. Das eigene Konsumverhalten sei zu überdenken. Avocados aus Chile, wofür ganze Flusstäler trockengelegt würden, oder Ananas, wo auf den Böden nichts mehr wachse, brauche es nicht. "Wir haben auch Superfood hier in Deutschland, wir können mal Kohl essen, muss ja nicht immer Avocado sein", sagte Döhler und betonte: "Wir müssen unseren Erzeugern mehr Wertschätzung schenken und auch bereit sein, mehr zu bezahlen." Dem konnte stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer in seinem Grußwort nur zustimmen. Ändern könne man niemanden, nicht einmal den Nachbarn, "wir müssen bei uns selber anfangen", so Gunsenheimer. Vorbild für andere und ein Ideengeber könne der OGV sein. "Lasst uns doch neue Wege gehen, es gibt so viele Alternativen dazu, lasst uns mit einfachen, kleinen Dingen anfangen", wünschte Gunsenheimer. Manja von Nida

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