Kulmbach
Kulmbach.infranken.de  Josefine Letonja feierte ihren 90. Geburtstag im Kreise ihrer Familie.

"Ich habe immer viel gearbeitet"

Ihren 90. Geburtstag feierte Josefine Letonja in der Seniorenwohnanlage in der Johann-Brenk-Straße im Kreis ihrer Familie. 1968 war die Spätaussiedlerin aus...
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Josefine Letonja mit Stadtrat Dieter Hägele im Kreis der Familie. Mit im Bild (von links) Milos Kojic, Dekan Hans Roppelt, Tanja Fechner, Silvo Letonja, Stanislava Stübinger, Slava Letonja, Vanessa Fechner und Kristina Kojic-Letonja  Foto: Uschi Prawitz
Josefine Letonja mit Stadtrat Dieter Hägele im Kreis der Familie. Mit im Bild (von links) Milos Kojic, Dekan Hans Roppelt, Tanja Fechner, Silvo Letonja, Stanislava Stübinger, Slava Letonja, Vanessa Fechner und Kristina Kojic-Letonja Foto: Uschi Prawitz
Ihren 90. Geburtstag feierte Josefine Letonja in der Seniorenwohnanlage in der Johann-Brenk-Straße im Kreis ihrer Familie. 1968 war die Spätaussiedlerin aus Slowenien mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern nach Kulmbach gekommen und konnte in einer Wohnung in der Frankenleite unterkommen.
"Meine ältere Schwester lebte damals schon zwei Jahre lang in Bayreuth, ich wollte in ihrer Nähe sein", erinnerte sie sich.
Anfangs arbeitete sie in Kulmbach bei Dressin und wechselte dann zur Firma Raps, wo sie 29 Jahre in der Produktion tätig war. "Das Arbeiten war ich gewohnt, ich habe immer viel gearbeitet", sagte Josefine Letonja. Einen sehr strengen Vater hätten sie und ihre beiden Geschwister gehabt, für ihn sei Arbeit immer das Wichtigste gewesen. "Mein Vater aß meist das Fleisch und die Wurst, unser Standardessen war ein gutes Stück Brot mit schwarzem Rettich." Das isst die Seniorin heute noch gern - und wer weiß, vielleicht wurde sie aufgrund ihrer Ernährung auch so alt. Bis auf die Beine noch immer sehr fit.
"Früher habe ich gerne getanzt und gesungen, heute singe ich und male auch, die Betreuer hier im Wohnheim sind einfach großartig", lobte Josefine Letonja. Am liebsten würde sie immer noch arbeiten, aber das geht nicht mehr. Dafür hilft sie den Pflegeschwestern mal beim Zusammenlegen der Handtücher. "Man darf nicht nur sitzen und fressen", lachte die Jubilarin.
Josefine Letonja hat fünf Kinder, sieben Enkel und vier Urenkel, die sie jung und fit halten. Ein schwerer Schicksalsschlag war, als ihr zweiter Sohn bei einem Autounfall starb. U. Prawitz
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