Bamberg
Filmvortrag

"Ich gebe die Menschen nicht auf ... "

Karla Schefter, Gründerin und Leiterin des Chak-e-Wardak-Hospitals in der afghanischen Provinz Wardak und anerkannte Preisträgerin für ihre humanitären Einsätze, ist am kommenden Sonntag, 22. April, u...
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Karla Schefter (mit Sonnenbrille) inmitten von Patienten des Chak-e-Wardak-Hospitals Foto: p
Karla Schefter (mit Sonnenbrille) inmitten von Patienten des Chak-e-Wardak-Hospitals Foto: p
Karla Schefter, Gründerin und Leiterin des Chak-e-Wardak-Hospitals in der afghanischen Provinz Wardak und anerkannte Preisträgerin für ihre humanitären Einsätze, ist am kommenden Sonntag, 22. April, um 17 Uhr zu Gast in der Alten Seilerei - Raum für Kultur. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung lädt der Soroptimist-Club Bamberg-Wilde Rose zu diesem Filmvortrag die interessierte Öffentlichkeit ein. Der Eintritt ist frei. Die erbetenen Spenden fließen zu 100 Prozent an das Chak-e-Wardak- Hospital-Projekt von Karla Schefter.
Karla Schefter leitet das Chak-e-Wardak-Hospital seit 25 Jahren und setzt sich seitdem entschieden für seine Weiterführung im Sinne von Humanität und Barmherzigkeit ein. Das Hospital konnte durch sie selbst unter widrigsten Bedingungen bis heute weitergeführt werden, teilen die Veranstalter mit. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Afghanistan beträgt 43 Jahre. Über ein Drittel der Bevölkerung ist ins Ausland geflohen. 85 Prozent sind Analphabeten. Seit jeher gilt Afghanistan als eines der ärmsten Länder der Welt und ist durch Krieg und Bürgerkrieg weitgehend zerstört.
Das Hospital betreut jährlich rund 7000 Patienten ambulant und 700 bis 800 Patienten stationär, 76 Prozent der Patienten sind Frauen und Kinder. Es verhält sich strikt neutral, wichtigste Aufgabe ist die medizinische Behandlung der Menschen. Die Maxime aller Mitarbeiter ist: "Weil es um die Menschen geht ... " Karla Schefters besonderes Augenmerk gilt der Verbesserung der Situation der Frau. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. 2006 wurde sie in Kabul mit dem Malalai-Orden geehrt, der höchsten Auszeichnung für Frauen in Afghanistan.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Für die musikalische Umrahmung sorgt Oksana Martyniuk (Dozentin Städtische Musikschule Bamberg) am Akkordeon. red


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