Kulmbach

"Ich bin jetzt halt ein altes Mädchen"

Die gebürtige Kupferbergerin Mathilde Schott feierte im "Mainpark" ihren Hundertsten.
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OB Henry Schramm überreichte Mathilde Schott die "Silber Bavaria".  Fotos: Uschi Prawitz
OB Henry Schramm überreichte Mathilde Schott die "Silber Bavaria". Fotos: Uschi Prawitz
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Mathilde Schott feierte ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie und von Freunden. "Ich bin in Kupferberg geboren und dort zur Schule gegangen. Ich habe in Kupferberg geheiratet und bis 2003 dort gelebt", erzählte die rüstige Jubilarin. Damals sei sie eine der Ersten gewesen, die eine Wohnung in der Seniorenwohnanlage Mainpark direkt nach deren Eröffnung bezog.

Bis dahin hatte sie mit allen Generationen unter einem Dach gelebt. "Unten wohnte die Oma, in der Mitte meine Eltern, und als ich älter wurde, zog ich ins Dachgeschoss", erinnerte sich Enkelin Susanne Schott. Sie pflegt heute ihre Oma Mathilde, denn ihre eigene Mutter Renate, die Tochter von Mathilde Schott, ist bereits 2016 verstorben. "Das war ein schlimmer Moment für mich", sagte das Geburtstagskind, "aber in meinem Leben hatte ich auch viele schöne Erlebnisse." Damit meinte sich auch die Geburt der drei Urenkel Johannes, Maximilian und Lisa Schott, die ebenfalls gekommen waren, um mit der Uroma zu feiern.

Mathilde Schott hat das Schneidern gelernt, versorgte aber ab der Geburt der Kinder, den Haushalt und ihren großen Garten, "in dem habe ich viel Zeit verbracht". Damit hielt sie ihrem Mann, der als Geschäftsführer im Steinbruch arbeitete, den Rücken frei. Noch heute ist Mathilde Schott gut beschäftigt, hält ihr Gehirn mit dem Ausfüllen von Rätselheften fit, nur das Gehör macht nicht mehr so mit.

"Ich bin jetzt halt ein altes Mädchen", lachte die Jubilarin, als sie von den Gästen beglückwünscht wurde. Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm waren überrascht und beeindruckt von der Verfassung der Seniorin. "Man wird später fragen, wer auf dem Foto jetzt die 100-Jährige ist", witzelte Söllner und überreichte ein Präsent. Henry Schramm schenkte neben Blumen auch die "Silber Bavaria" im Auftrag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Ihre Nichte Margarete Zieglgänsberger hat ihre Tante als sehr taffe Frau im Gedächtnis, die alles organisierte. "Sie hat gekocht, gebacken, immer gearbeitet", sagte sie. Natürlich sei das Ehepaar Schott auch schon mal verreist, sehr gerne in die Berge. "Aber auch nach Italien", ergänzte Mathilde Schott.

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