Herzogenaurach

Hydraulik für die Fitness

An der Realschule wurde ein Fitnessraum in Betrieb genommen. Dessen Geräte haben eine einfache Bedienung, geringe Verletzungsgefahr und hohe Effektivität. Nutzen dürfen den Raum Schüler ab der siebten Klasse.
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Vorführung an einem Krafttrainingsgerät im neuen Fitnessraum an der Realschule: Der Schüler Tim Maier trainiert, sein Lehrer Felix Pitroff erklärt und Landrat Alexander Tritthart lauscht.  Fotos: Bernhard Panzer
Vorführung an einem Krafttrainingsgerät im neuen Fitnessraum an der Realschule: Der Schüler Tim Maier trainiert, sein Lehrer Felix Pitroff erklärt und Landrat Alexander Tritthart lauscht. Fotos: Bernhard Panzer
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bernhard Panzer Es war ein Segen für die Gesundheit, dass nach der jüngsten Erweiterung der Realschule noch ein freier Raum zur Verfügung stand. Schulleitung und Lehrer entschlossen sich, auf ein Klassenzimmer zu verzichten und sich stattdessen einen Fitnessraum zu wünschen. Und der wurde dann auch tatsächlich eingerichtet, in einer vorbildlich kurzen Zeit, wie Rektor Ulrich Langer bei der Eröffnung am Montag sagte. Das Landratsamt als Sachaufwandsträger hatte dem Wunsch ohne zu zögern zugestimmt. Der Chef der Behörde war bei der Eröffnung zugegen. "Wir haben diesem eher etwas ungewöhnlicheren Wunsch sehr gerne zugestimmt", sagte Landrat Alexander Tritthart. Um sofort ein Gerät fürs Krafttraining zu testen und sich von der Qualität zu überzeugen.

25 000 Euro Kosten

Es sei weithin bekannt, dass die Bewegung in der heutigen Zeit oftmals zu kurz komme, sagte Tritthart. Das gelte vor allem für die Berufswelt, aber auch schon für Schüler. Um dem immer stärker um sich greifenden Bewegungsmangel entgegen zu wirken, habe man die 25 000 Euro teure Innovation, auch unterstützt durch die Sparkasse, locker gemacht.

Der neue Fitnessraum hat die Besonderheit, dass das Gros der angeschafften Krafttrainingsgeräte hydraulisch gesteuert wird. Das bringe viele Vorteile im alltäglichen Unterrichtsbetrieb, wie bei der Demonstration der Geräte hervorgehoben und gegezeigt wurde. Man habe eine einfache Bedienung, geringe Verletzungsgefahr und hohe Effektivität.

Sportlehrer Niklas Jung sagte, dass der Sportunterricht an der Schule mit dem Fitnessraum flexibler geworden sei, da man damit etwas weniger auf die anderen Schulen ausweichen müsse.

Abläufe auf Tafeln

Die neun Geräte sollen von Schülern ab der siebten Klasse genutzt werden. Mit zusätzlichen Möglichkeiten am Boden bringe man etwa 25 Schüler gleichzeitig unter. Wie das ganze funktioniert, zeigten dann die Schüler der Klasse 9d und ihr Lehrer Felix Pitroff, der ein Trainingsgerät mit Schlingen ausprobierte. Mindestens 30 verschiedene Übungen seien allein daran möglich. Was alles geht, ist im Fitnessraum auf Tafeln festgehalten.

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