Höchstadt a. d. Aisch

Hunde und Schafe nebeneinander: Ist da der Stress vorprogrammiert?

Andreas Dorsch Eine Wiese, auf der sich Hunde so richtig austoben können, möchte Katja Kinscher am Stadtrand in Höchstadt-Süd auf einer ehemaligen Weiherfläche anlegen. Problem dabei: Auf dem Nachbarg...
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Vor der im aufgelassenen Weiher im Hintergrund geplanten Hundewiese diskutierten die Bauausschussmitglieder mit Antragstellerin Katja Kinscher (3.v.l.). Hinten links die eingezäunte Schafweide.  Foto: Andreas Dorsch
Vor der im aufgelassenen Weiher im Hintergrund geplanten Hundewiese diskutierten die Bauausschussmitglieder mit Antragstellerin Katja Kinscher (3.v.l.). Hinten links die eingezäunte Schafweide. Foto: Andreas Dorsch

Andreas Dorsch Eine Wiese, auf der sich Hunde so richtig austoben können, möchte Katja Kinscher am Stadtrand in Höchstadt-Süd auf einer ehemaligen Weiherfläche anlegen. Problem dabei: Auf dem Nachbargrundstück hält Thomas Hawel auf einer ebenfalls eingezäunten Wiese Schafe. Er fürchtete um seine Tiere, wenn nebenan Hunde toben.

Weil Hundefreundin Kinscher für die Umnutzung der früheren Weiherfläche eine Genehmigung braucht, pilgerte der Bauausschuss des Höchstadter Stadtrats am Montagabend hinaus in die Natur, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Beide Nachbarn durften Vorhaben und Bedenken äußern. Zu einer Entscheidung für oder gegen die Hundewiese konnten sich die Stadträte aber nicht durchringen. Sie beschlossen, die beiden Stellungnahmen ans Landratsamt weiterzugeben. Dort soll dann geprüft werden, ob eine solche Hundewiese grundsätzlich genehmigungsfähig ist. "Wenn sich die beiden Tierarten nebeneinander vertragen, spricht nichts dagegen", meinte Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Zweiter Bürgermeister Günter Schulz (SPD) riet der Antragstellerin, sich einen anderen Platz zu suchen. "Stress mit den Nachbarn wäre vorprogrammiert", fürchtete Dritte Bürgermeisterin Irene Häusler (JL) und schloss sich dem Vorschlag von Schulz an.

Ein zweiter Ortstermin war in Nackendorf anberaumt. Dort möchte ein Grundstückseigentümer ein Einfamilienhaus bauen, müsste aber für die Zufahrt etwa 15 Meter einer städtischen Hecke entfernen. Der Ausschuss stimmte zu, zudem soll dem Bauherrn der städtische Grund zum Kauf angeboten werden.

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