Streitberg

Humorvolle Annäherung

Karikaturen zu Ökumene und Kirche zeigt die Schau "Ach du lieber Gott" bis 24. Oktober im Streitberger Seniorenzentrum Martin Luther.
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Die Ausstellung beleuchtet, wie die zwanzig Herausgeber die Ökumene und das Verhältnis der christlichen Konfessionen zueinander sehen.
Karikatur und Kirche, passt das zusammen? Lange Zeit war das Verhältnis schwierig. Kirchenvertreter betrachteten Karikaturen vor allen Dingen als Kritik und sich als Opfer ungerechtfertigter Polemik.


Glaube und Humor

"Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei", meinte der berühmte Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky schon vor 80 Jahren. Vielleicht können heute die Zeichnungen ein Anlass sein, um bei vielen Gelegenheiten über Ökumene zu reden und, wo immer es möglich ist, ein gemeinsames Zeugnis über christlichen Glauben zu geben, ohne den Humor zu verlieren.
Wie sehen Karikaturisten die Ökumene und das Verhältnis der christlichen Konfessionen zueinander? Mit spitzer Feder gezeichnet, mit originellen Vergleichen und leiser Ironie versehen, regen die Zeichnungen im Seniorenwohnheim zum Schmunzeln und Lachen an. "In diesem Sinn wünschen wir eine anregende Beschäftigung mit der Ausstellung", schreiben Erzbischof Ludwig Schick, die Regionalbischöfe Dorothea Greiner, Bayreuth, Elisabeth Hann von Weyern, und Stefan Ark Nitsche, Nürnberg, in ihrem Vorwort des Katalogs.
Das Nachwort dazu schreibt Günther Beckstein, Vizepräses der Synode der EKD. "Beginnen möchte ich mit einem Wort des Dankes. Ich freue mich, dass die Frage nach Kirche und Ökumene lebendig genug ist, um ihrer Kreativität, ihre Emotionen und ihren Widerspruchsgeist zu wecken. Wer diese Sammlung durchblättert wird feststellen, dass dieser Widerspruchsgeist die Zeichner teilweise zu völlig verschiedenen Ansichten und Andeutungen gebracht hat - und zwar im schönsten humoristischen Sinn. Lasst uns streiten, aber muss Streiten überhaupt sein? Wäre es nicht viel besser, wir würden das was uns trennt, so rasch wie möglich in der Kirchengeschichte abheften, unter der Rubrik ,Verspätestes Mittelalter?'", so Beckstein.
Am Dienstag, 19. September, wird es um 18 Uhr einen Kurzvortrag von Michael Kleiner vom Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg mit Begehung der Ausstellung geben. Dekan Günther Werner von der evangelischen, Helmuth Ochs von der katholischen Seite und Diakon Wolfgang Streit vom Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim werden den Vortrag mit Grußworten bereichern.
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