Coburg
3. Handball-Liga Ost

HSC Coburg II fühlt sich bei 24:25-Niederlage in Rodgau von Schiedsrichtern benachteiligt

Coburg — Der HSC 2000 Coburg hat bei der 24:25-Niederlage bei der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga Ost eine Überraschung nur denkbar knapp verpasst. Die HSC-Reserve verpatzte die Anfang...
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Coburg — Der HSC 2000 Coburg hat bei der 24:25-Niederlage bei der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga Ost eine Überraschung nur denkbar knapp verpasst. Die HSC-Reserve verpatzte die Anfangsphase völlig (0:7, 9. Minute), kämpfte sich aber zurück in die Partie und war dem Tabellendritten ebenbürtig. "Wir haben einen ganz bescheidenen Start hingelegt. Danach hat die Mannschaft ein überragendes Spiel gemacht. Tim Titze hat sensationell gehalten, wir haben super verteidigt und uns herangekämpft, haben es leider beim 18:18 versäumt, in Führung zu gehen", sagte HSC-Trainer Martin Röhrig nach der Partie und übte auch Kritik an den Unparteiischen. "Unterm Strich muss man klar sagen: Wir sind 60 Minuten benachteiligt worden, das haben selbst die Nieder-Rodener gesagt. Insofern ist es doppelt bitter. Trotz allem hatten wir genügend Chancen, das Ding noch zu drehen. Aber von der Leistung her, war das sicherlich eines unserer besten Spiele." Noch deutlichere Worte fand Routinier Nikola Franke: "Wir haben mit sieben gegen neun gespielt, mehr ist auf die Schiedsrichter bezogen nicht zu sagen."
Der TV Gelnhausen setzte sich mit dem klaren 35:28-Heimsieg gegen HSV Bad Blankenburg vor die nun punktgleichen Konkurrenten (je 20:34) HSC Coburg II und HSC Bad Neustadt. Letzterer musste sich mit 24:28 beim TV Germania Großsachsen geschlagen geben. Bad Blankenburg bleibt mit zwei Punkten Rückstand Tabellenletzter.

HSG Rodgau Nieder-Roden - HSC Coburg II 25:24 (14:10)
Ein denkbar ungünstiger Start für die Röhrig-Truppe: Bereits nach zwei Minuten waren die Gastgeber mit 3:0 vorne. Die Coburger fanden keine Antworten auf die furios aufspielende HSG und gerieten nach neun Minuten mit 0:7 ins Hintertreffen - es deutete alles auf eine böse Klatsche hin. Doch jetzt riss sich der HSC zusammen: Nicht nur in der Deckung passte es nun besser, auch im Angriff wurden die Aktionen zwingender. Schon früh haderten die Coburger mit den Schiedsrichterentscheidungen, Trainer Martin Röhrig sah nach 17 Minuten beim Stand von 10:4 die Gelbe Karte. Ungeachtet aller Widerstände verkürzte der HSC den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf vier Treffer (14:10). Nach dem zwischenzeitlichen 15:12 (34.) wurden die Coburger zweimal schnell ausgekontert. Die HSC-Reserve reagierte danach aber mit ihrer besten Phase der Partie. Unmittelbar nach einer strittigen Zeitstrafe gegen Jonathan Rivera war der HSC dem Ausgleich beim 17:16 (43.) durch Maximilian Drude ganz nahe. Zwei Minuten später war es dann so weit, Christopher Härtl und Kenny Schramm glichen die Partie nach 45 Minuten aus (18:18).
Mit kompromissloser Deckungsarbeit versuchte Nieder-Roden den Gegner wieder in den Griff zu bekommen und hatte etwas Glück, dass der HSC die vorhandenen Chancen zu Führung verpasste. Stattdessen ging der Tabellendritte zehn Minuten vor Spielende wieder mit drei Toren in Führung (21:18). Coburg gab sich aber noch lange nicht geschlagen, verkürzte durch Tore von Benedikt Kellner und Andreas Wolf auf 23:24 (57.). Einem Treffer der Gastgeber konnte Wolf nur noch das 25:24 entgegensetzen. Den verdient gewesenen Ausgleich des HSC verhinderte Nieder-Roden in den letzten 84 Sekunden mit der nötigen Portion Glück.
HSC 2000 Coburg II: Titze, Foluszny; Göhl (2/1), Franke (2), Dude, Kellner (2), Drude (2), Rivera (1), Härtl (2), J. Knauer (1), Bühler (2), Schramm (3), Wolf (7).


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