Kronach
Jubiläum

Hospizverein feiert 25 Jahre

Den Hospizverein Kronach gibt es seit 25 Jahren. Das Jubiläum wird mit einer Veranstaltungsreihe gefeiert. Einen Höhepunkt stellt die Fest-Versammlung am kommenden Samstag dar. Beginn ist um 10 Uhr im...
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Den Hospizverein Kronach gibt es seit 25 Jahren. Das Jubiläum wird mit einer Veranstaltungsreihe gefeiert. Einen Höhepunkt stellt die Fest-Versammlung am kommenden Samstag dar. Beginn ist um 10 Uhr im Schützenhaus Kronach. Den Festvortrag hält Daniela Tausch.

Der Hospizverein Kronach wurde am 7. Juli 1994 gegründet. Den Schwerpunkt bildet nach wie vor die Begleitung Schwerstkranker, Sterbender und trauernder Angehöriger. Behutsam, mit Wertschätzung und menschlicher Zuwendung - gemäß der so treffend formulierten Worte von Cicely Saunders, Gründerin der modernen Hospizbewegung: "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben."

Nicht die Verlängerung der Lebenszeit schwerstkranker Menschen um jeden Preis, sondern die Lebensqualität und die Wünsche, Ziele und das Befinden der Menschen stehen im Vordergrund.

Lernen für unser Leben

Das Jubiläum wird mit einem Veranstaltungsreigen gefeiert. Auf überwältigenden Zuspruch stießen bereits der Vortrag "Alles Philosophieren ist Sterben lernen" von Prof. Thomas Bohrer, Chefarzt für Thorax-Chirurgie, im April sowie das Überraschungskonzert zur Feier des Gründungstags mit Dekanatskantor Marius Popp im Juli. Mit der Fest-Versammlung am kommenden Samstag - zugleich Welthospiztag - ab 10 Uhr im Kronacher Schützenhaus steht nun ein weiterer Höhepunkt an.

Den Festvortrag hält Daniela Tausch aus Würzburg. Die Diplom-Psychologin und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin spricht zum Thema "Jeder Tag ist kostbar - was wir von der Auseinandersetzung mit dem Tod für unser Leben lernen können".

Die Gründung des Hospizvereins Kronach am 7. Juli 1994 erfolgte auf Initiative der Gründungsvorsitzenden Doris Grundhöfer, Norbert Grundhöfer, Peter Witton und Jens Hartmann. "Geburtshilfe" leistete die damalige Geschäftsführerin der Hospiz-Akademie Bamberg, Christine Denzler-Labisch. Die Ausrichtung der Hospizarbeit ist unabhängig von Konfessionen, fühlt sich aber christlichen Wertvorstellungen und humanitärer Ethik verpflichtet. Das Sterben wird als natürlicher Vorgang begriffen. Töten auf Verlangen oder Beihilfe dazu lehnt der Hospizverein ab. Hinterbliebene können in ihrer Trauerzeit weiter in der Trauergruppe "Brücke" begleitet werden.

Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Fest-Versammlung sorgen das "Duo Flair" Alexandra Förtsch und Ute Fischer Petersohn, Silvia Wachter und die Brüder Kalamala. Dem offiziellen Teil folgt die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und frohem Beisammensein. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. hs

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