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Horhausen

Horhausen macht Laune

Bei der Faschingssitzung in der alten Schule blieb kein Auge trocken.
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Das Männerballett war als "Straßenreinigung Horhausen" unterwegs und begeisterte die Zuschauer.
Das Männerballett war als "Straßenreinigung Horhausen" unterwegs und begeisterte die Zuschauer.
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Ganz groß feiert seit über 20 Jahren Horhausen den Fasching. Das 293-Einwohner-Dorf braucht sich vor den großen Büttensitzungen in der Umgebung nicht zu verstecken, auch wenn in der alten Schule als Veranstaltungsraum zu jeder der drei Aufführungen nur 75 Zuschauer Platz finden. Mit einem kurzweiligen Fünf-Stunden-Programm, moderiert von Hermann Schottroff, wurden die Lachmuskeln der närrischen Besucher strapaziert und fröhlich gefeiert. Die weiteren Büttensitzungen finden am Faschingsfreitag und -samstag jeweils ab 19.30 Uhr statt.

Fortsetzung folgt

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr, als Rotkäppchen, das alte Märchen, im neuen und lustigen Stil erzählt wurde, gab es heuer sozusagen eine Fortsetzung. Dieses Mal wurde "Hänsel und Gretel" aufgeführt, das von den Mitwirkenden Petra Häselbarth, Monika Gerber, Hannelore Jainta, Kathrin Wahl, Stefan Matzke und Andreas Matzke fantasievoll auf bekannte Melodien in Szene gesetzt wurde. So kam Hänsel mit seiner etwas blonden Gretel zum Beispiel zum "Waldgasthof zum Hexenhaus". "Wir haben Salmonellen", warnte ein Schild, das Gretel dazu veranlasste, "Salmonellen to go" zu bestellen.

Die "Oldies" kamen als Schlümpfe auf die Bühne, angeführt von Mamaschlumpf Hannelore Jainta. In drei Versionen sang die Truppe das Lied der Schlümpfe, wobei sich die Darsteller auch in Feuerwehr-Schlümpfe verwandelten. Natürlich durfte das Thereser Original Peter Oswald nicht fehlen, der als Gitarrenschlumpf mächtig Stimmung verbreitete.

Der Blitz trifft den Traktor

Als Bäuerchen in die Stadt war Michael Kurz gekommen, dessen Traktor vom Blitz getroffen wurde. Als Mitbringsel für die Schwiegermutter kaufte er einen Faltenrock: "Das passt zu ihrem Gesicht."

"An uns Senioren kommt keiner vorbei", sagte Gisela Meißner, die mit ihrem Rollator auf die Bühne rollte: "Wer sonst soll an Kaffeefahrten teilnehmen und die Rheumadecken kaufen?", fragte sie.

Einen lustigen Verwechs-lungssketch hatten Conny Munke und Katrin Bandorf auf Lager. Für sie war es nicht leicht, die Flaschengeister mit den Namen "Wer", "Was" und "Wess ich net" auseinander zu halten. Beide traten auch als Dorftanten auf, die sich ihre Erlebnisse erzählten. Außerdem standen Martina Seufert und Jessica Bauer als Stammtischbrüder in der Bütt, und der Wülflinger Armin Poeschl hatte wieder ein Gastspiel in Horhausen. Als Polizist war er der Meinung, dass Tattoos verboten gehören, denn diese könnten ganz schön unansehnlich werden: "Doch nimmste stark zu, das ist ja enorm, verliert so ein Bildnis gewöhnlich die Form. Was einst als Delphin die Lende verziert, schaut dann aus wie ein Walross, das bald explodiert."

Viel Beifall bekamen die "Black Diamonds", die zu Schwarzlicht auf der Bühne in ihren neonfarbenen Kostümen tanzten und auch einen Showtanz zum Walt-Disney-Film "Vianna "einstudiert hatten.

Immer beim Horhäuser Fasching dabei sind die Country-Girls, die mit ihrem Line-Dance begeisterten. Das Männerballett schwang als "Straßenreinigung Horhausen" seine Besen und tanzte sich in die Herzen der Zuschauer.

Natürlich durfte die musikalische Unterhaltung nicht fehlen. "Die Dunnerkeiler", eine bunt zusammengewürfelte Musikergruppe, sorgten vor, während und nach der Sitzung mit bekannten Schlagern und Faschingsliedern für eine grandiose Stimmung im Saal. cl

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