Haßfurt

Holzarbeiten in Topform

19 junge Schreiner präsentierten in Haßfurt ihre Gesellenstücke in einer Ausstellung.
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Alina Eckert wurde für ihr Gesellenstück mit dem ersten Preis im Wettbewerb "Die gute Form" ausgezeichnet.
Alina Eckert wurde für ihr Gesellenstück mit dem ersten Preis im Wettbewerb "Die gute Form" ausgezeichnet.
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Eine Tür und eine Schublade sind gefordert - was die Nachwuchsschreiner aus diesen Vorgaben in ihren Gesellenstücken machen, das beeindruckt jedes Jahr wieder die Besucher der Ausstellung eben dieser Stücke. Als Rahmen diente diesmal die Aula der Fachakademie für Sozialpädagogik in Haßfurt, da die Aula der Berufsschule derzeit Baustelle ist.

19 junge Frauen und Männer beenden in diesem Jahr ihre Ausbildung als Schreiner. In den letzten Monaten stecken sie viel Energie in ihre Gesellenstücke. 70 bis 100 Stunden fließen in Entwurf, Planung und Umsetzung, bis dann Kommoden, Schreibtische oder Sideboards den kritischen Augen der Jury präsentiert werden.

Auch die Ausbilder aus den Betrieben nutzen die Ausstellung und würdigen die Arbeit des Nachwuchses. Sehr beeindruckt zeigten sich beispielsweise Harald und Manfred Pfaff nicht nur vom Sideboard ihres eigenen Auszubildenden Noah Schmidt: Sorgfältig in Eiche gefertigt und mit einer "Waldkante", wie sie jetzt sehr gefragt ist. Viel Aufmerksamkeit zog beispielsweise auch ein Tischchen von Alina Goch auf sich, das ein dreidimensionales Schachbrett trägt. Extrem durchdacht ist der mobile Schreibtisch von Ulambayar Bujinikham von der Schreinerei "Wood Work" aus Hofheim.

Den ersten Preis im Wettbewerb "Die gute Form" sicherte sich Alina Eckert von der "Holzlounge Storch" aus Hainert. Ihre Kommode mit Fächern und Schubläden, die seitlich verschoben und mit Beize farblich abgesetzt sind, fand bei der Jury besonders großen Anklang. Angelehnt an die 1960er Jahre, sei das ein Möbelstück, das viele Jahre Freude bereiten kann und einen optischen Akzent setzt, so die Beurteilung.

Die 19-jährige Alina Eckert war eine von fünf Frauen im Jahrgang. Sie will auf jeden Fall erst einmal Berufserfahrung sammeln. Aber ein Bekannter hat ihr von einem Projekt in Peru erzählt, in dem er mit behinderten Kindern gearbeitet hat. "Darüber werde ich mich auf jeden Fall genauer informieren", erklärte die Jung-Schreinerin im Gespräch mit unserer Zeitung. Sehr beeindruckt waren die Besucher auch von den Arbeiten, die im Berufsgrundschuljahr entstanden sind. Dieses erste Ausbildungsjahr findet in Vollzeit an der Berufsschule statt, dann beginnt die duale Ausbildung in den Betrieben. Dabei werden Grundfertigkeiten wie das Zapfen oder Intarsienarbeiten vermittelt. Meist entstehen auch Werkstücke, die in Kindergärten der Region gut gebraucht werden können. Diesmal entwarfen Lehrer und Schüler gemeinsam Kinder-Hochbeete in verschiedenen Formen.

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