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Hohlmeier: "Die EU hilft uns ungemein"

Einen weiteren Karrieresprung sagte CSU-Ortsverbandschef Christian Ruppert der Hauptrednerin des Dreikönigstreffens, Monika Hohlmeier, voraus. Er begründete dies historisch: Karl-Theodor zu Guttenberg...
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Monika Hohlmeier
Monika Hohlmeier

Einen weiteren Karrieresprung sagte CSU-Ortsverbandschef Christian Ruppert der Hauptrednerin des Dreikönigstreffens, Monika Hohlmeier, voraus. Er begründete dies historisch: Karl-Theodor zu Guttenberg sei nach seiner Rede in Presseck Minister geworden, Markus Blume CSU-Generalsekretär. Und den möglichen künftigen EU-Kommissionspräsidenten Manfred Weber habe man bereits 2009 präsentiert.

Um Europa drehten sich auch die Ausführungen von Monika Hohlmeier, die sich am 26. Mai für eine dritte Amtsperiode im Europäischen Parlament bewirbt. "Die EU hilft uns ungemein", betonte sie in einem fast einstündigen Plädoyer für die europäische Idee und für ein gemeinsames Handeln der Nationen. Deutlich sprach sie sich mit einem Seitenblick auf die AfD gegen einen Dexit aus.

Hohlmeier plädierte für ein starkes Europa auch auf militärischem Bereich; eine Erkenntnis, die sie von ihrem Vater Franz Josef Strauß übernommen habe. EU-intern sah sie ein gemeinsames Handeln zur Bekämpfung des Menschenhandels als notwendig an. Man müsse genau wissen, wer ein- und ausreise. Ein Schließen der nationalen Grenzen halte sie für ineffektiv. "Man muss klug kontrollieren" und nicht an vorher festgelegten Stellen, "dann kommen die halt durch den Wald daneben". Deshalb brauche es eine strikte und effektive Zusammenarbeit von Polizei und Justiz aller Länder. Dennoch, so Hohlmeier, habe das Regieren der EU auch ihre Grenzen. Und zwar dort, wo Dinge vor Ort besser und kompetenter zu entscheiden sind.

Wer wie und woher sein Wasser beziehe, sei und bleibe eine kommunale Angelegenheit. Und man solle auch nicht jede EU-Regelung national auf die Spitze treiben, sagte sie mit einem Seitenhieb auf die deutsche Mentalität. Die Hysterie in Deutschland nach der EU-Datenschutzverordnung zum Beispiel sei völlig überzogen. "Die Dieseltechnologie ist eine der besten auf der Welt", sagte die Europaabgeordnete und outete sich als überzeugte Dieselfahrerin. Natürlich müsse die Technik weiterentwickelt werden. Den Grünen warf sie vor, den Feldzug der 68er gegen das Automobil fortzuführen. "Bescheißen geht aber nicht", kritisierte sie die Betrügereien und stellte sich auch hinter die Bestrafung der Täuscher. Das Elektroauto habe sicher einen Platz in der Entwicklung, man dürfe aber andere Entwicklungen nicht vernachlässigen.

Völlig einverstanden mit den Ausführungen zeigten sich MdL Martin Schöffel, der auch seinen ehemaligen Kollegen Ludwig von Lerchenfeld ("Wir vermissen dich sehr in München") mit einbezog, die Ludwigschorgaster Bürgermeisterin und Kreisrätin Doris Leithner-Bisani und Bürgermeister Siegfried Beyer, der noch die aktuellen Vorhaben der Gemeinde vorstellte. klk

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