Hofstetten
festgottesdienst

Hofstetten feiert Anna-Statue

Seit zehn Jahren ziert den Eingangsbereich der kleinen St.-Anna-Kirche im Königsberger Stadtteil Hofstetten eine große weiße Statue. Gefertigt hatte sie Bildhauer Manfred Reinhart aus Rauhenebrach. Si...
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Die beeindruckende Sankt-Anna-Statue ziert seit zehn Jahren den Eingangsbereich der Sankt-Anna-Kapelle in Hofstetten.  Foto: sn
Die beeindruckende Sankt-Anna-Statue ziert seit zehn Jahren den Eingangsbereich der Sankt-Anna-Kapelle in Hofstetten. Foto: sn

Seit zehn Jahren ziert den Eingangsbereich der kleinen St.-Anna-Kirche im Königsberger Stadtteil Hofstetten eine große weiße Statue. Gefertigt hatte sie Bildhauer Manfred Reinhart aus Rauhenebrach. Sie stellt die Heilige Anna und den Heiligen Joachim, die Eltern von Maria, der Mutter Jesu, und Maria selbst dar.

Die zehn Jahre wurden am Sonntag bei herrlichem Wetter mit einem von Pater Rudolf Theiler zelebrierten und von der Blaskapelle Hofstetten musikalisch gestalteten Gottesdienst gefeiert. Viele Hofstettener und Gläubige aus den umliegenden Gemeinden nahmen teil.

Dem Gottesdienst voraus ging eine Kirchenparade. Der Gottesdienst selbst begann mit der Vorstellung und Einkleidung von sieben neuen Ministranten für die Pfarrgemeinde. Eine außergewöhnlich hohe Anzahl, wie Pater Theiler feststellte.

In seiner Ansprache betrachtete der Eberner Stadtpfarrer unter anderem auch den Sinn des täglichen Lebens. Dazu meinte er: "Wir Menschen brauchen alle einen Halt. Wir müssen daran arbeiten, dass uns das Leben gelingt." Er fuhr fort: "Bestimmte Gestalten unseres Glaubens zeigen uns, wie wir das umsetzen können. Unsere Vorfahren haben dazu Anna und Joachim gewählt. Für uns heute gibt es einen Platz, wo du nicht abgewiesen wirst. Christus ist bei uns alle Tage bis an das Ende der Welt. Wir sind nicht allein. In der Familie können wir Geborgenheit erfahren, wie in dieser Familie, wie auch in der Gemeinschaft in Hofstetten."

Der Königsberger Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) ging auf den Ausdruck der Statue ein, die für ihn eine besondere Einheit, Zuneigung, Verantwortung und Beschützergeist innerhalb der dargestellten Familie erkennen lasse. Kritisch fügte er an: "Leider gibt es diese geschlossene Einheit als Familie, wie sie diese Skulptur ausdrückt, in der jetzigen Zeit nicht mehr allzu oft. Diese Vertrautheit von Kindern Eltern gegenüber oder auch umgekehrt sowie gesunder und ehrlicher Beschützerinstinkt, ohne ständige Kontrolle, sind Eigenschaften, über die wieder mehr diskutiert werden muss." Die Hofstettener forderte er auf, sich hin und wieder Zeit zu nehmen und vor der Skulptur ein paar Minuten innezuhalten und den eigenen Gedanken nachzugehen.

Mit dem Schlusslied "Großer Gott, wir loben dich" und dem Segen der Statue durch Pater Rudolf Theiler endete der beeindruckende Gottesdienst. sn

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