Bamberg
Aufführung

Hoffnungen für eine Kirche der Zukunft, die es in sich haben

Marion Krüger-Hundrup Mit Aufmerksamkeit und einem brennenden Herzen hat Prälat Alois Albrecht das Weltjugendtreffen in Panama 2019 verfolgt. Was Papst Franziskus den 700 000 jungen Besuchern - darunt...
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Alois Albrecht
Alois Albrecht

Marion Krüger-Hundrup Mit Aufmerksamkeit und einem brennenden Herzen hat Prälat Alois Albrecht das Weltjugendtreffen in Panama 2019 verfolgt. Was Papst Franziskus den 700 000 jungen Besuchern - darunter etwa 25 aus dem Erzbistum Bamberg - ins Stammbuch schrieb, hat den 83-jährigen ehemaligen Generalvikar von drei Erzbischöfen nachhaltig bewegt. "Papst Franziskus hat eine Richtung gewiesen, die den Jugendlichen und der ganzen Kirche auf der Welt gilt", sagt Alois Albrecht und zitiert den Papst: "Wir wollen gemeinsam mit euch die unablässige Neuheit und Jugendlichkeit der Kirche entdecken und erwecken, indem wir uns immer für diese Gnade des Heiligen Geistes öffnen, der oftmals ein neues Pfingsten bewirkt."

Das Feuer des Heiligen Geistes hat nun Alois Albrecht - als "Poet des Dombergs" bekannt - ein weiteres Mal die Feder geführt. Angelehnt an Texte, Meditationen, Gebete des Weltjugendtages hat er ein brennend aktuelles Werk geschrieben unter dem Titel "Wir haben einen Traum". Es ist Poesie einer jungen Kirche, angereichert mit Musik: neue Geistliche Lieder, die Alois Albrecht ebenfalls getextet hat. Sein Kirchenstück nimmt auch Bezug zum sogenannten "synodalen Weg", den die deutschen Bischöfe mit Laien einschlagen wollen.

Albrechts Traum ist erfüllt von Visionen, Wünschen, Hoffnungen für eine Kirche der Zukunft, die es in sich haben. Alois Albrecht, der Senior auf dem Domberg, träumt in seinem Opus von einer Kirche, "in der Frauen und Männer Seelsorge leisten und leiten dürfen, in der Verheiratete und Unverheiratete das Hirtenamt ausüben dürfen - nicht nur Ehelose".

Albrecht träumt von einer Kirche, "die samaritanisch den unter die Räuber Gefallenen dient, nicht an Not und Leid vorübergeht". Oder er träumt von einer Kirche, "deren Reichtum glaubende, hoffende und liebende Menschen sind, nicht goldene Kelche und Konten". Von einer Kirche, die zuallererst Gott und sein Reich verkündet, nicht sich selber. Und die erfrischend neu aus dem Evangelium schöpft, nicht zuerst aus dem Katechismus.

Für alle Generationen

Alois Albrecht ist bei allen durchaus provokanten Aussagen tief im authentischen Glauben verwurzelt. Dieses literarisch-musikalische Kirchenstück richtet sich an alle Generationen, besonders aber an die Jugend. So lag es auf der Hand, dass der Sachausschuss Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrei St. Martin als Veranstalter den BDKJ im Erzbistum Bamberg (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und das Erzbischöfliche Jugendamt für eine Aufführung mit ins Boot holte. Das Projektreferat des Erzbistums Bamberg leistete logistische Unterstützung. Die Premiere findet am Freitag, 27. September, um 18 Uhr in der Pfarrkirche am Grünen Markt statt. Ausführende sind Martin Neubauer, Prinzipal des Bamberger Brentano-Theaters, Sebastian Burkard, Nadine Panjas, Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums und die Ebermannstadter Musikband "Kailas". Der Eintritt ist frei.

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