Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de 

Höhere Sicherheit auf den Straßen

Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm "Bayern mobil - sicher ans Ziel" will die Polizei die Sicherheit auf Bayerns Straßen weiter erhöhen. Im Vergleich zu 2011 soll dabei bis zum Jahr 2020 die Zahl der ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zum Auftakt der Verkehrssicherheitsaktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" erschienen (von links) Michael Lang, Bürgermeister Andreas Hügerich, Polizeiinspektionsleiter Erich Günther, Landrat Christian Meißner, Jana Lindner-Okrusch, Bert Geyer, Alfons Hrubesch, Karl Brendel, Oliver Hofmann, Thomas Heublein und Ileen Fischer-Köhn sowie Kinder des Kindergartens Maria Theresia.  Foto: Alfred Thieret
Zum Auftakt der Verkehrssicherheitsaktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" erschienen (von links) Michael Lang, Bürgermeister Andreas Hügerich, Polizeiinspektionsleiter Erich Günther, Landrat Christian Meißner, Jana Lindner-Okrusch, Bert Geyer, Alfons Hrubesch, Karl Brendel, Oliver Hofmann, Thomas Heublein und Ileen Fischer-Köhn sowie Kinder des Kindergartens Maria Theresia. Foto: Alfred Thieret
Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm "Bayern mobil - sicher ans Ziel" will die Polizei die Sicherheit auf Bayerns Straßen weiter erhöhen. Im Vergleich zu 2011 soll dabei bis zum Jahr 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 30 Prozent gesenkt werden.
Aber auch die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle und der Verletzten auf Bayerns Straßen soll weiter reduziert, die Sicherheit auf Landstraßen erhöht, besondere Unfallgefahren bekämpft und besonders gefährdete Gruppen wie Fußgänger, Kinder und Radfahrer sollen besser geschützt werden. Bei der Auftaktveranstaltung auf dem Lichtenfelser Marktplatz wurde der Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsaktion auf das Motorradfahren gelegt.


Motorradfahrer sterben schneller

Polizeiinspektionsleiter Erich Günther, der selbst seit 40 Jahren Motorradfahrer ist, wies darauf hin, dass es in Bayern noch nie so viele Motorräder gegeben habe wie heute. Diese Beliebtheit führe allerdings zu vielen schweren Motorradunfällen. Jeder fünfte Verkehrstote in Bayern sei ein Motorradfahrer. Die häufigsten Unfallursachen seien überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit, Überholen trotz unklarer Verkehrslage oder Gegenverkehr, Vorfahrtsverletzungen, Kurvenschneiden und Fahrfehler. Gegenseitige Rücksichtnahme sei deshalb besonders wichtig, vor allem wenn es um das Thema Motorradfahren gehe.
Er verwies daher auf einen ausliegenden Flyer, dem wertvolle Sicherheitstipps zu entnehmen sind. Der Inspektionsleiter erinnerte auch an die jährliche Motorradsternfahrt der bayerischen Polizei nach Kulmbach, an der sich am 28. April wieder Tausende Motorradfahrer aus ganz Bayern, darunter neben ihm auch 80 weitere Biker aus Lichtenfels, beteiligten. Unter dem Motto "Ankommen statt umkommen" sollten die Teilnehmer zwar das Fahren durch die Natur genießen, aber vor allem für das Thema Motorradsicherheit sensibilisiert werden.


Präventive Maßnahme

Landrat Christian Meißner zollte der Verkehrssicherheitsaktion der Polizei als wichtige präventive Maßnahme ein großes Lob. Motorradfahren mache zwar viel Spaß, es müsse aber auf die Sicherheit geachtet werden. Bürgermeister Andreas Hügerich stellte ebenfalls die Sicherheit im Straßenverkehr in den Vordergrund, wobei man besonders auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, Rücksicht nehmen müsse.
Jana Lindner-Okrusch von der Sparkasse machte darauf aufmerksam, dass die Sparkasse viele weitere Projekte zur Verkehrssicherheit unterstützt, wie beispielsweise durch die Bereitstellung von Sicherheitstrapezen für Schulanfänger, die Förderung der Radfahrausbildung in der Grundschule oder die Unterstützung der Schulweghelfer.
Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Alfons Hrubesch, erinnerte daran, dass die Kreisverkehrswacht schon frühzeitig unter anderem mit der Einführung der Verkehrskadetten und der Schulweghelfer oder der Initiierung des Fahrsicherheitstrainings "Könner durch Er-Fahrung" Maßnahmen zur Verkehrssicherheit ergriffen habe.


Übung macht den Meister

Der Fahrlehrer Karl Brendel sprach das Fahrsicherheitstraining für Motorräder an, das er in diesem Jahr bereits mehrere Male durchführte. Nach dem Motto "Übung macht den Meister" hielt der Polizeiinspektionsleiter Erich Günther dieses Training aus eigener Erfahrung für äußerst wichtig, da es einem Biker einfach mehr Sicherheit vermittelt.
Die Passanten konnten sich am Infostand vor dem Rathaus nicht nur über das Verkehrssicherheitsprogramm informieren, sondern sie konnten sich auch an einem Gewinnspiel beteiligen, bei dem man unter anderem einen Mini Cooper von BMW und zehn Sparkassenbücher mit einer Einlage von je 1000 Euro gewinnen konnte. Da es als übergeordnetes Thema um Verkehrssicherheit im Allgemeinen ging, kamen auch die Buben und Mädchen des Kindergartens Maria Theresia zum Marktplatz und erzählten mit einem Lied, was sie auf dem Weg zum Kindergarten und später zur Schule alles beachten müssen, um gefahrlos hin- und zurückzugelangen. Alfred Thieret


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren