Höchstadt a. d. Aisch
höchstadt.inFranken.de  CSU-Vorsitzender Alexander Schulz äußerte Kritik am Bürgermeister.

Höchstadter CSU wählt neu

"Never ending stories" sind für Alexander Schulz, alter und mit allen Stimmen neu gewählter Vorsitzender der Höchstadter CSU, viele Bereiche in seiner Stadt. In der Mitgliederversammlung schoss sich d...
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Ute Salzner, Ossi Litz und Hannelore Römer (v. r.) wurden vom Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (hinten rechts) für langjährige Treue zur CSU geehrt. Alexander Schulz (hinten links) wurde im Amt des Vorsitzenden einstimmig bestätigt. Foto: Evi Seeger
Ute Salzner, Ossi Litz und Hannelore Römer (v. r.) wurden vom Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (hinten rechts) für langjährige Treue zur CSU geehrt. Alexander Schulz (hinten links) wurde im Amt des Vorsitzenden einstimmig bestätigt. Foto: Evi Seeger

"Never ending stories" sind für Alexander Schulz, alter und mit allen Stimmen neu gewählter Vorsitzender der Höchstadter CSU, viele Bereiche in seiner Stadt. In der Mitgliederversammlung schoss sich der CSU-Stadt- und Kreisrat auf den Bürgermeister und dessen Stadtpolitik ein. Alljährlich gegen Jahresende lege die CSU-Fraktion im Stadtrat Anträge vor, die jedoch mehr oder minder im Sande verlaufen würden.

24 stimmberechtigte Mitglieder hatten sich zur Hauptversammlung im Restaurant "Aischblick" eingefunden. Bei den Neuwahlen konnten dennoch alle Posten besetzt werden. Etliche der Kandidaten, wie auch einige der zur Ehrung vorgesehenen Mitglieder, waren verhindert.

Hingegen traf der von einer anderen Veranstaltung kommende Bundestagsabgeordnete Stefan Müller rechtzeitig ein, um den langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zur Partei zu danken. Ute Salzner wurde für 30-jährige Parteizugehörigkeit, Ossi Litz für 35 Jahre und Hannelore Römer für zehn Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Nachgereicht werden die Ehrungen an Marlene Gambel, Gabriel Wustmann und Michael Mirschberger, jeweils für 20-jährige Mitgliedschaft. Auch Lutz Hermann und Valentin Maier, die der CSU seit 50 Jahre die Treue halten, konnten die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.

Die Neuwahl fand in geheimer Abstimmung unter Leitung von Ute Salzner statt. Zu Stellvertretern des Vorsitzenden wurden Matthias Bangert, Johannes Lorz und Sonja Schleupner gewählt. Ihr Mann Johannes Schleupner, als Banker "vom Fach", wird künftig die Kasse des Ortsverbands führen. Schleupner gab auch den Kassenbericht für den nicht anwesenden bisherigen Schatzmeister Carsten Hellinger bekannt. Kassenprüfer Torsten Dürrbeck hatte an der Buchführung nichts zu bemängeln. Zum Schriftführer wählten die Mitglieder Wolfgang Giering und zu Beisitzern Baptist Enkert, Hans-Walter Förtsch, Dominik Geyer, Bernd Herberger, Max Kloppe, Franz Rabl, Georg Reck, Michael Schwägerl und Ulrich Wustmann.

Der Verband hat ein Problem

Der Ortsverband mit aktuell 118 Mitgliedern habe ein Problem, stellte Alexander Schulz fest: Das Durchschnittsalter der Mitglieder liege bei etwa 63 Jahren. Dennoch hatten im vergangenen Jahr wieder eine ganze Reihe von Aktivitäten stattgefunden. Als wichtigste wären der Kinderfasching, alljährlich bei freiem Eintritt in der Aischtalhalle, die Teilnahme am Altstadtfest und am Adventstreiben auf dem Marktplatz zu nennen. Zur Landtags- und Bezirkstagswahl hatte der Ortsverband einen Infostand aufgeschlagen. Bei der AfD-Versammlung hatten sich auch die Konservativen in die Schar der Demonstranten eingereiht und "Flagge gezeigt".

In seinem Bericht "aus dem Stadtrat" warf Schulz dem Bürgermeister "Konzeptlosigkeit" in verschiedensten Bereichen vor. Städtische Liegenschaften, gekauft, aber nicht genutzt, stünden leer. "Eine klare Linie fehlt" seiner Meinung nach auch für den Friedhof. "Über das Gewerbegebiet Aischpark bekommen wir von der Stadt keine Informationen", monierte Schulz. Somit kenne man auch die Strukturen nicht.

Am meisten kreidete er dem Bürgermeister an, dass es mit der Sanierung der örtlichen Straßen nicht voran gehe. Seit Jahren schon würden alljährlich Gelder in den Haushalt eingestellt. Umgesetzt werde aber nichts. Gerade mal zwei Bereiche seien "in 24 Jahren Regierungszeit" saniert worden.

Als besonders krasse Beispiele führte Schulz die alte B 470 oder die Steinwegstraße, die ein CSU-Mitglied als "Katastrophenstraße" bezeichnete, an. Brehms Aussage, dank des langen Wartens müsse der Bürger jetzt keine Ausbaubeiträge mehr zahlen, zieht bei Schulz nicht: Letztendlich zahle der Bürger immer, denn die Stadt bekomme nur geringe Finanzmittel. Evi Seeger

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