Höchstadt a. d. Aisch

Höchstadt unter Strom

Der Stadtrat entscheidet über weitere Ladesäulen - das Maximalkonzept ist laut Bürgermeister nur zu realisieren, wenn Kooperationspartner mitmachen.
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Ladestation am Freibad/Eisstadion
Ladestation am Freibad/Eisstadion
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Andreas Dorsch Drei Ladestationen für Elektroautos gibt es derzeit in Höchstadt auf öffentlichem Grund: auf den Parkplätzen im Engelgarten, an der Fortuna Kulturfabrik und am Freibad/Eisstadion. Bei einer Stippvisite des FT am Freitag um die Mittagszeit stand vor keiner der Säulen ein Elektroauto. Ob Zufall oder Dauerzustand, bald könnte es in Höchstadt noch viel mehr Ladesäulen geben.

Betriebsführer der Höchstadter Ladesäulen ist die Bayernwerk Netz GmbH. Deren Betreuer für die Kommunen, Ralf Schwarz, ist überzeugt, dass mit einer steigenden Anzahl von Ladesäulen künftig auch in Höchstadt mehr Elektroautos kommen.

Laut Schwarz werden die drei Ladesäulen in Höchstadt derzeit "mittelmäßig genutzt". In manchen Gemeinden werde mehr, in anderen auch weniger Strom gezapft, sagt der Diplom-Ingenieur. Für Höchstadt sei die Nutzung schon gut.

In seiner Sitzung am heutigen Montag um 18 Uhr im Kommunbrauhaus soll der Stadtrat den Weg ebnen für einen gewaltigen Ausbau der Ladeinfrastruktur in Höchstadt. Um sich keine Fördergelder entgehen zu lassen müssen die Räte einem Förderantrag und einer ganzen Reihe weiterer Standorte zustimmen.

Für Bürgermeister Gerald Brehm (JL) wäre das erst einmal ein "Vorratsbeschluss", um sich mögliche Zuschüsse nicht durch die Lappen gehen zu lassen. Die Vorlage wäre ein maximales Konzept, aber nur zu realisieren, wenn Kooperationspartner mitmachen und sich an der Finanzierung beteiligen. Der Bürgermeister hielte es nicht für sinnvoll, wenn die Stadt im Alleingang agieren würde. Zu den drei stehenden Ladestationen würde Brehm als erstes eine Schnellladesäule für den Bereich Bauhof/Feuerwehr installieren.

Das von einer Fachfirma erarbeitete Elektromobilitätskonzept für Höchstadt, das der Stadtrat absegnen und dem Förderantrag dafür zustimmen soll, sieht Schnellladepunkte am Aischpark-Center, in der Inastraße, der Fürther Straße und am Bauhof in der Großen Bauerngasse vor. Die inzwischen vom Netz genommene älteste Ladesäule am Rathaus würde ersetzt. Die fünf Schnellladesäulen sind auf 300 000 Euro veranschlagt, der Netzanschluss auf 500 000. Auf die Gesamtkosten wären 50 Prozent Zuschuss möglich.

Weitere drei Normalladepunkte sieht das Konzept an der Grundschule-Süd und an den Parkplätzen Hallenbad und Aischtalhalle vor. Auf die hier geschätzten Gesamtkosten von 50 000 Euro wären 40 Prozent Zuschuss möglich.

Ralf Schwarz vom Netzbetreiber sähe am Rathaus auch gerne eine Ladestation für E-Bikes, führe hier doch der Aischtalradweg vorbei und lade der Marktplatz zum Verweilen ein.

Die Technik ist laut Schwarz inzwischen so standardisiert, dass an den künftigen Säulen in Höchstadt auch alle Elektroautos tanken können. Damit einzelne Fahrzeuge Säulen nicht den ganzen Tag blockieren, sieht Schwarz ein Abrechnungssystem kommen, das einen Anteil für den Strom und einen für den Parkraum enthält.

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