Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey 

Höchstadt rächt sich

Beim letzten Vergleich bezogen die Alligators noch eine 2:12-Heimklatsche gegen den TEV Miesbach. Doch die Zeiten haben sich geändert: Drei Rückkehrer und eine verbesserte Einstellung brachten Höchstadt den 6:3-Sieg.
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Tobias Schneider

Dass vieles anders laufen würde als bei der 2:12-Demontage, war schon beim Blick auf den Spielberichtsbogen klar: Mit Markus Babinsky, Martin Vojcak und Lukas Lenk meldeten sich drei Angeschlagene wieder fit, diesmal konnte Höchstadt also auf mehr als nur neun Feldspieler zurückgreifen - das wirkte sich unweigerlich auf den Spielverlauf aus.

Höchstadter EC -
TEV Miesbach 6:3

Da es offiziell keine Nummer 1 im Team des Höchstadter EC gibt, durfte sich diesmal Martin Fous von der ersten Minute an im HEC-Kasten beweisen. Phi-lipp Schnierstein, beim 2:12 noch von Fieber geplagt und schließlich den Platz für Oliver Riebel freiräumend, musste es sich auf der Ersatzbank bequem machen. Dort sah er, wie Höchstadt schnell das Heft in die Hand nahm: Schon nach 25 Sekunden hätte Sikorski das 1:0 erzielen können, verzog allerdings. In der 7. Minute machte es der Routinier aber besser, tänzelte eine ganze Reihe Miesbacher aus und schlenzte nervenstark zur Führung ein. Eine Strafzeit überstand der HEC unbeschadet, doch gerade wieder vollzählig, netzte Felix Feuerreiter für die Gäste zum 1:1 ein. Pech für Höchstadt: Erst lenkte der TEV-Keeper einen Kreuzer-Schuss an den Außenpfosten, der Nachschuss von Sikorski klatschte nur ans Lattenkreuz. Zwar zogen beide Teams kurz vor dem Drittelende eine Strafzeit, Höchstadt aber eine ganze Ecke früher. Das hatte zur Folge, dass die Alligators im zweiten Abschnitt 1:10 Minuten in Überzahl auf dem Eis standen. Und genau diesen Vorteil nutzte Tomas Urban nach 51 Sekunden auf Jun-Zuspiel zum 2:1. Es war zeitgleich der Auftakt in ein munteres Drittel: Zwar glich Stiebinger den Spielstand erneut aus (26.), nachdem Höchstadt in der Defensive - nicht zum ersten Mal an diesem Abend - den Puck vertändelte. Ab der 30. Minute gehörte das Spiel aber einzig und allein den Panzerechsen: Jun per Abstauber (29.), Sikorski nach einem Konter (34.) und schließlich Vojcak, der schlitzohrig mit einem Bauerntrick traf, erhöhten zum 5:2-Zwischenstand - ein Ergebnis, das einer gewissen Vorentscheidung gleich kommen könnte.
Dass Miesbach aber zum Ende hin noch viel mobilisieren kann, zeigte es vergangene Woche in Buchloe, als es einen 1:2-Rückstand noch in einen 5:2-Sieg umbog. Aber Buchloe ist eben nicht Höchstadt. Das dachte sich auch Vojcak, der nach langer Verletzungspause richtig aufdrehte und in der 42. Minute mit dem 6:2 die tatsächliche Vorentscheidung besorgte, das 3:6 durch Felix Feuerreiter (51.) kam da schon zu spät. Ein kleiner Wermutstropfen: Zweifach-Torschütze Sikorski musste mit Handverletzung vom Eis, sein Einsatz am Sonntag (18 Uhr) beim Rückspiel ist fraglich.
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