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Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Trinkwasserversorgungsanlagen der Gemeinde Hochstadt sollen zum Teil bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden.
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Bis zu fünf neue Geschwindigkeitsmessgeräte sollen für die Ortseingangsstraßen der Kommune angeschafft werden. Foto: Werner Hauber
Bis zu fünf neue Geschwindigkeitsmessgeräte sollen für die Ortseingangsstraßen der Kommune angeschafft werden. Foto: Werner Hauber

Um die Problematik der Trinkwasserversorgungsanlagen der Gemeinde Hochstadt im Detail zu erläutern, übergab Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) bei der vergangenen Gemeinderatsitzung das Wort an Claudia Stephan vom Ingenieurbüro SRP aus Kronach. Durch das Büro wurden in der Vergangenheit bereits eine Bedarfsplanung und eine Wasserbedarfsberechnung vorgenommen. "Als positiv zu werten ist, dass das Trinkwasser der beiden Tiefbrunnen auch zukünftig in vollem Umfang ausreichend sein wird", sagte Stephan. Dennoch müsse an der Trinkwasseraufbereitungsanlage, am Hochbehälter sowie an beiden Brunnen umfangreich saniert werden.

Teile der Gebäude und Installationen stammen noch aus den 1960er Jahren. In der Trinkwasseraufbereitungsanlage sei beispielsweise nur eine Wasserkammer eingebaut. Notwendig seien heutzutage aber zwei. Die Elektro-Installationen seien veraltet, die Kompressoren noch ölgeschmiert und somit nicht mehr zulässig. Fenster und Türen müssten einbruchhemmend ausgestattet werden.

Ein ähnliches Bild biete sich auch am Hochbehälter sowie an den beiden Tiefbrunnen: veraltete Technik, Korrosion an vielen Rohren, sanierungsbedürftige Betonschichten und fehlende Luftfilteranlagen. Zahlreiche Umbauten und Erneuerungen, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, sind nur einige der angedachten Maßnahmen.

Die finanzielle Seite

Die Nettokosten für die Sanierungsmaßnahmen sehen wie folgt aus: Für die Trinkwasseraufbereitungsanlage 229 000 Euro, für den Hochbehälter 308 000 Euro, für den Tiefbrunnen I 115 000 Euro und für den Tiefbrunnen II etwa 86 500 Euro. Hinzu kommen noch die Ingenieurkosten, so dass sich die Gesamtsumme auf etwa 850 000 Euro netto beläuft.

Die Räte waren sich einig darin, dass hier Handlungsbedarf besteht, da eine optimale Trinkwasserversorgung das "A  und O" sei, wie es Gemeinderat Georg Zethner (CSU) ausdrückte.

Bürgermeister Kneipp erwähnte, dass es für diese Maßnahmen staatliche Zuschüsse von 70 Prozent, jedoch maximal bis zu 420 000 Euro gebe. Um die Subventionen ausschöpfen zu können, müssten die Maßnahmen jedoch bis zum 31. Dezember 2021 haushaltswirksam sein, erläuterte Kneipp. Niemand könne sagen, ob die so genannte RzWas (Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) danach noch verlängert oder gestrichen wird oder in eine Neuauflage geht.

Schrittweises Vorgehen

Um den Gemeindehaushalt nicht gleich mit den kompletten Maßnahmen zu belasten, schlug Kneipp vor, zunächst die Maßnahmen an der Trinkwasseraufbereitungsanlage und am Hochbehälter ausführen zu lassen. Bei diesem Kostenrahmen könne die Gemeinde die Subventionen optimal ausschöpfen. Was die Sanierung der beiden Brunnen betrifft, könne man noch abwarten ob es dann eventuell neue Zuschüsse gibt.

Den Vorschlägen des Bürgermeisters schloss sich das Gremium dann voll umfänglich an.

Kneipp gab weiter bekannt, dass die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan der Gemeinde für das Haushaltsjahr 2019 vom Landratsamt Lichtenfels genehmigt worden sei. Angemahnt worden sei jedoch wiederum eine kostendeckende Anpassung bei der Wasserversorgung.

Geschwindigkeitsmessgeräte

Verschiedene Bürger hätten die Bitte an die Gemeinde herangetragen, mehr Geschwindigkeitsmessgeräte in Hochstadt und seinen Ortsteilen aufzustellen. Bisher besitzt die Gemeinde jedoch nur zwei dieser Geräte. Um diese nicht ständig ab- und an anderen Standorten wieder aufbauen zu müssen, beschlossen die Räte, zusätzliche Geräte anzuschaffen. Kneipp bezifferte die Kosten pro Gerät auf etwa 2000 Euro. Da er jedoch in Kürze eine Fachmesse besuche, wolle er versuchen, beim Hersteller einen Messe-Rabatt zu bekommen. Das Gremium befürwortete dies und gab dem Bürgermeister freie Hand, je nach Preis bis zu fünf neue Geräte anzuschaffen.

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