Fladungen
Freilandmuseum

Historische Scheune von Rappershausen nun stabil

Die historische Scheune von Rappershausen aus dem 18. Jahrhundert hat den Verantwortlichen des Fränkischen Freilandmuseums Kopfschmerzen bereitet. Der Westgiebel war dringend sanierungsbedürftig. Bere...
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Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Scheune aus Rappershausen wurde saniert und stabilisiert.  Foto: Hanns Friedrich
Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Scheune aus Rappershausen wurde saniert und stabilisiert. Foto: Hanns Friedrich
Die historische Scheune von Rappershausen aus dem 18. Jahrhundert hat den Verantwortlichen des Fränkischen Freilandmuseums Kopfschmerzen bereitet. Der Westgiebel war dringend sanierungsbedürftig. Bereits im Herbst 2016 hat ein Fachgutachter die Schäden analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Statik der Scheune nicht mehr sicher ist.
Darauf verwies Museumsleiterin Ariane Weidlich bei der Versammlung des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum in Fladungen. Sie zeigte anhand von Bildern auf, dass bei der Sanierung alle Veränderungen genau dokumentiert wurden. "Nur auf diese Weise können die Gebäude ihren Wert als materielle Zeugnisse der Vergangenheit behalten." Nach über 25 Jahren Standzeit im Museum wird die Frage des Zustands und Erhalts vieler Gebäude immer wichtiger. Die Sanierung der Scheune ist fast abgeschlossen. Die historischen Teile wurden erhalten, davor ein Stahlgerüst gesetzt, damit das Bauwerk stabil ist. Die Außenschalung erfolgt in Eigenregie.
An der Scheune wurde der historische Bestand erhalten. Mit Kosten von rund 50 000 Euro wurde der vorgesehene Rahmen eingehalten. In der Scheune werden künftig die Hasen untergebracht. Deshalb gibt es sogenannte "Hasenklappen", die es ermöglichen, dass die Tiere nach außen in den Gartenbereich können. Bisher wohnten die Tiere in historischen Boxen. Das entspricht allerdings nicht mehr der heutigen Tierhaltung, sagte Ariane Weidlich.
Die Evaluierung der Büttnerei geschah mit qualifizierten Testpersonen. Dank galt Alois Gensler aus Wollbach, dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Rhön-Grabfeld, für dessen Unterstützung. Die Ergebnisse fließen nun auch in die Umgestaltung des Kräutergartens ein. Auch dieser wird behindertengerecht gestaltet.
Linda Wolters, zuständig für Museumspädagogik, berichtete unter dem Thema "Kulturvermittlung und Museumspädagogik" von Seniorenprogrammen. Diese finden in Kooperation mit dem Haus Teresis in Stetten statt. Vorgestellt wurde ein neuer "Einbautisch" in der Hofstelle Oberbernhards, der wichtig für Backaktionen ist, weil gleich nebenan das Backhäuschen ist. Der Tisch wurde in Eigenleistung durch die Schreiner des Museums gebaut.


Theaterprojekt kam an

Gut angenommen wurde die Theaterprojektwoche mit der Mittelschule in Mellrichstadt und dem Flurtheater Weimarschmieden. 15 Kinder der 7. Klasse bekamen Geschichten erzählt und bauten diese dann in ein Theaterprojekt ein. Die Besonderheit: Die einzelnen Aufführungen fanden in verschiedenen Häusern des Museumsdorfes statt. "An sieben Stationen sind wir durch das Museum gezogen und haben es lebendig gemacht", sagte Linda Wolters. Die Besucherzahlen seien sehr zufriedenstellend, informierte Jens Englert. Gut angenommen wird der Verkauf des Museumsbiers mit eigenem Emblem, das nahezu ausverkauft ist. Jens Englert und die neue Volontärin Christa Schleicher werden sich darum kümmern, dass das fränkische Freilandmuseum Fladungen mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten ist, und verschiedene aktuelle Informationen auch auf Instagram zu finden sind.


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