Herzogenaurach

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Regionalität In katholischen Gegenden werden am Fest Mariä Himmelfahrt bei der Kräuterweihe Sträuße aus verschiedenen, aber zum Teil nach altem Herkommen bestimmten Kräuter und Blumen in der Kirche ge...
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Regionalität In katholischen Gegenden werden am Fest Mariä Himmelfahrt bei der Kräuterweihe Sträuße aus verschiedenen, aber zum Teil nach altem Herkommen bestimmten Kräuter und Blumen in der Kirche geweiht, die dann als heilkräftig in den Häusern verwahrt werden.

Da nicht jede Region über die gleiche Flora verfügt, unterscheidet sich die Zusammensetzung des Wurzbüschels.

Anzahl Öfter wird die Zahl der Pflanzen mit sieben oder neun angegeben. In Franken sind es meist 33, gelegentlich setzt sich der Kräuterbüschel sogar aus 77 Bestandteilen zusammen. Früher galt: je stattlicher der Buschen, desto größer war der Bauer.

Bereits die vorangegangenen Generationen mussten weite Strecken zurücklegen, bis alle Bestandteile zusammen waren.

Hauptsächlich handelt es sich um Heilpflanzen, die seit Jahrhunderten dem Landvolk vertraut sind, die in den Kräuterbüschel kommen. Auch Nutz- und Kulturpflanzen, z. B. die Ähren verschiedener Getreidearten, finden sich häufig im Strauß, was auf Mariä Himmelfahrt als Erntedankfest hinweist. Schließlich enthält der Büschel auch meist die Pflanzen, die im Volksglauben eine Rolle spielen. Bezeichnend ist, dass je nach Gegend bestimmte Pflanzen in jeden Kräuterbüschel aufgenommen werden. Dazu gehört beispielsweise die Königskerze. Auch eine Gelbe Rübe wird mit eingebunden und das Ganze mit Krautblättern eingefasst.

Schutzfunktion Nach der Weihe wurde der Kräuterbüschel im Dachboden aufgehängt, er sollte dort vor Blitzschlag schützen. Hatte eine Kuh gekalbt, bekam sie Teile des Wurzbüschels unter das erste Futter gemischt.

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