Hiltpoltstein
Marktgemeinderat

Hiltpoltstein will mit LED-Leuchten sparen

Hiltpoltstein möchte seine Straßenleuchten auf LED umstellen. Welche Möglichkeiten und Einsparungen es gibt, erläuterte Ralf Schwarz vom Bayernwerk. Im Herbst werden alle 281 Straßenleuchten in Hiltpo...
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Ralf Schwarz vom Bayernwerk, der die Vor- und Nachteile erläuterte.  Foto: Petra Malbrich
Ralf Schwarz vom Bayernwerk, der die Vor- und Nachteile erläuterte. Foto: Petra Malbrich

Hiltpoltstein möchte seine Straßenleuchten auf LED umstellen. Welche Möglichkeiten und Einsparungen es gibt, erläuterte Ralf Schwarz vom Bayernwerk.

Im Herbst werden alle 281 Straßenleuchten in Hiltpoltstein und den Ortsteilen geprüft. Da bietet sich die Umstellung auf LED an, findet Ralf Schwarz, der in die Sitzung des Marktgemeinderats eingeladen wurde, um die Vor- und Nachteile der modernen Leuchttechnik zu referieren.

Insgesamt 42 LED-Leuchten hat die Marktgemeinde bereits und auch jene Vierkant-Zylinderleuchten, die besser zum historischen Kern passen und Gebäude oder markante Stellen beleuchten. 31 Seilleuchten hängen von Kabeln, die in der Höhe über die Straße gespannt sind, und auch ältere Leuchten mit kleinen Neonröhren sind in Hiltpoltstein zu finden. Etliche Vorteile der LED-Leuchten sind bekannt: Dazu gehören der niedrigere Stromverbrauch, es gibt keine Einbrennzeit, keine Streuverluste, da das Licht gerichtet und dimmbar ist. "Die Norm sieht eine Komplettabschaltung nicht vor. Mit LED kann die Helligkeit reduziert werden, beispielsweise von 22 Uhr bis 5 Uhr. Rechnerisch entsprechen drei Stunden Komplettabschaltung derselben Einsparung wie die halbe Helligkeit", informierte Schwarz und fügt einen weiteren Vorteil an: LED weist eine hohe Lebensdauer auf. Von 50 000 Stunden redete Ralf Schwarz. In zwölf Jahren müssten jedoch die Platinen getauscht werden.

Verschiedene Leuchtmittel hatte Schwarz dabei. Momentan braucht die Gemeinde 70 000 Kilowattstunden pro Jahr. Das sind Stromkosten in Höhe von rund 14 000 Euro brutto. Nach dem Umbau würde die Gemeinde ungefähr 9500 Euro oder 67,5 Prozent einsparen. Die einmaligen Investitionskosten belaufen sich auf 80 956 Euro. Nach acht Jahren habe sich der Umbau amortisiert. Mit welchen Kosten die Gemeinde rechnen müsse, wenn sich das Ganze erst nach acht Jahren amortisiert habe, wollte Claus Vetter (BfH) wissen. Derzeit 120 Euro pro Lampe. Doch der Fachmann vom Bayernwerk rechnet mit einem Massenmarkt und vermutet, die Ersatzteile werde es dann bereits für 60 Euro bis 80 Euro geben. Für mögliche Frühausfälle jedenfalls gelang es, von den Herstellern eine Zehnjahresgarantie zu erhalten. "Gilt die Garantie auch bei alten Lampenköpfen", fragte Vetter (BfH). Da müsse beim Wartungsvertrag ein Zusatz abgeschlossen werden, was sieben Euro pro Lampe ausmache. Welche Lampen mit LED umgerüstet würden, werde genau mit dem Bauamt abgestimmt. Eine Entscheidung musste noch nicht getroffen werden.

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