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Adelsdorf
Hungersnot

Hilferuf aus Südindien erreicht Adelsdorf

Neben Covid-19 ist in Indien auch der Hunger die Todesursache für viele Menschen. Vor einigen Tagen erreichte Pfarrer Thomas Ringer von St. Stephanus in Adelsdorf eine Hiobsbotschaft aus Indien von Pa...
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Pater Jeremias hat im vergangenen Jahr Pfarrer Thomas Ringer (l.) vertreten. Foto: Blum (Archiv)
Pater Jeremias hat im vergangenen Jahr Pfarrer Thomas Ringer (l.) vertreten. Foto: Blum (Archiv)

Neben Covid-19 ist in Indien auch der Hunger die Todesursache für viele Menschen. Vor einigen Tagen erreichte Pfarrer Thomas Ringer von St. Stephanus in Adelsdorf eine Hiobsbotschaft aus Indien von Pater Jeremias George, seinem letztjährigen Urlaubsvertreter: "Die momentane Ausgangssperre, die ja wichtig und hilfreich ist, bereitet unseren Armen viel Kummer. Die Menschen können nicht mehr zur Arbeit gehen, also haben sie auch nichts zu essen und man sagt, es würden bei uns mehr Menschen durch die große Hungersnot als durch Corona sterben."

Einige Adelsdorfer haben schon eine Patenschaft für "seine Kinder" übernommen. Aber das Geld reicht nun nicht mehr, um den drohenden Hunger abzuwenden. Mit einer Kinderpatenschaft von zehn Euro/Monat werden der Schulbesuch, die Schuluniform, das Lernmaterial sowie der Unterhalt der Familien finanziert. Schulbildung für alle Kinder sei überlebenswichtig. Eine Seniorenpatenschaft kostet fünf Euro im Monat. Pfarrer Ringer bittet die Paten, diese Beiträge zum Beispiel um fünf Euro zu erhöhen, um Leben zu retten.

Pater Jeremias stammt aus einem armen Fischerdorf namens Enayam Puthenthurai in der Diözese Kottar, Bundesstaat Tamil Nadu, an der Südspitze Indiens. Er kümmert sich stets um die Armen seiner Heimat, in der große Not und Elend herrschen. Hier wütete auch Weihnachten 2004 der schreckliche Tsunami. Seit 1998 schon hat er das Projekt Kinderpatenschaften initiiert. Aber in der momentanen Notsituation reicht diese Summe nicht aus.

"Auch ohne Patenschaft ist es möglich und im Moment wichtig, Gutes zu tun und die Menschen in Indien zu unterstützen", so Pfarrer Ringer in einer Video-Botschaft auf Facebook. Die hoffentlich vielen Unterstützer könnten ihre Spende auf das Konto des Missionskreises überweisen oder einen Umschlag mit ihrer Spende im Pfarrbüro von St. Stephanus abgeben. Auf Wunsch stellt das Büro eine Spendenquittung aus.