Forchheim

Hilfe in der Wüste

Die Präsidentin der omanischen Schlaganfallgesellschaft informiert sich am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz über das Schlaganfall-Netzwerk.
Artikel drucken Artikel einbetten
Lorenz Breuer (l., Oberarzt der Neurologischen Klinik Erlangen), Amal Al-Hashmi und Jürgen Gschossmann (Chefarzt der Inneren Medizin am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz) Foto: PR
Lorenz Breuer (l., Oberarzt der Neurologischen Klinik Erlangen), Amal Al-Hashmi und Jürgen Gschossmann (Chefarzt der Inneren Medizin am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz) Foto: PR

Amal Al-Hashmi aus dem Oman ist die Präsidentin der omanischen Schlaganfallgesellschaft. Sie besuchte die Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen und das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz. Ein Schwerpunkt dabei war der Austausch über die telemedizinische Schlaganfallversorgung im Schlaganfallnetzwerk in Nordbayern ("Steno") und die mögliche Anwendung von Telemedizin zur Schlaganfallbehandlung im Oman.

In diesem Rahmen besuchte sie auch das Klinikum Forchheim, wo sie von Chefarzt Jürgen Gschossmann durch die Klinik geführt wurde. Hierbei lag laut Pressemitteilung des Krankenhauses der Fokus auf der Notambulanz, dem Telekonsilraum und der Schlaganfall-Einheit (Stroke-Unit), um die Schlaganfallbehandlung in einer telemedizinisch angebundenen, nicht-neurologisch geführten Abteilung kennenzulernen.

Zusammenarbeit der Kliniken

Die Professorin zeigte sich beeindruckt von der Schlaganfallversorgung im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz und der engen und gut organisierten Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen im Rahmen des Netzwerks. Amal Al-Hashmi arbeitet im Royal Hospital in Maskat und organisiert die Schlaganfallversorgung im Oman. Auf ihre Initiative geht auch die Gründung der ersten fünf Schlaganfall-Einheiten im Oman zurück.

Zertifiziert

Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz verfügt über eine von deutschlandweit über 300 zertifizierten Schlaganfall-Einheiten. Konkret handelt es sich dabei um eine von deutschlandweit 13 telemedizinisch vernetzten Einheiten (Telestroke Unit). Die Zertifizierung und Rezertifizierung durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) erfolgt regelmäßig in dreijährigen Abständen.

In der telemedizinisch vernetzten Einheit unter der Leitung von Oberärztin Barbara Willaczek, die in der Klinik für Innere Medizin angesiedelt ist, arbeitet ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus Fachärzten für Innere Medizin, speziell geschultem Pflegepersonal, Sprach- und Schlucktherapeuten, Ernährungstherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Sozialpädagoginnen. Die neurologische Expertise steht in Form von täglichen Visiten eines neurologischen Facharztes zur Verfügung. Rund um die Uhr steht ein Experte aus den drei "Steno"-Zentren Erlangen, Bayreuth und Nürnberg via Telemedizin zur Verfügung. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren