Coburg
rumänien

Hilfe für Madalina gesucht

Es war im Sommer 2004. Drei Tage lang verharrte der Familienvater Andrei O. vor dem Hotel in Birlad, in dem sich Bettina Fröba-Schultheiß von den "Freunden Rumäniens", einer Initiative der Pfarrgemein...
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Madalina und Monica  Foto: Bettina Fröba-Schultheiß
Madalina und Monica Foto: Bettina Fröba-Schultheiß

Es war im Sommer 2004. Drei Tage lang verharrte der Familienvater Andrei O. vor dem Hotel in Birlad, in dem sich Bettina Fröba-Schultheiß von den "Freunden Rumäniens", einer Initiative der Pfarrgemeinde St. Augustin, gerade aufhielt. Der Mann wollte unbedingt "zu der Frau aus Coburg, auf die er all seine Hoffnungen setzte", wie Fröba-Schultheiß berichtet. Der Familienvater bat darum, seine Familie zu Hause zu besuchen, draußen auf einem Dorf in der rumänischen Moldau. Fröba-Schultheiß lernte die beiden Kinder und die Mutter kennen. Die beiden Mädchen, damals neun und zehn Jahre alt, hatten durch einen Hausbrand im Kleinkindalter sichtbar schwerste Verletzungen davongetragen. Die Verbrennungen wurden mangels Geld nicht oder nur sehr schlecht behandelt. "Ich war beim Anblick der beiden Mädchen schockiert, wusste ich doch auch, dass unsere kleine Organisation mit der Lösung medizinischer Probleme komplett überfordert war", so Fröba-Schultheiß. Sie berichtet weiter: Die Leidensgeschichte der beiden Kinder war unendlich. Besonders Madalina hatte schwer an dieser Tragödie zu tragen. Tatsächlich gelang es dann, die Mädchen zur Behandlung nach Deutschland zu holen.

Die beiden gingen zurück, wuchsen heran. Im vergangenen Herbst teilte Monica mit, dass sie mit Mann und Kind jetzt in der Nähe von Hildburghausen lebe. Inzwischen ist auch Madalina in Deutschland, nur zu Besuch, denn arbeiten kann sie nicht. Das Laufen fällt schwer, Treppensteigen geht ohne Hilfe gar nicht. "Madalina hat uns gebeten, nochmals zu helfen, zu prüfen, ob und wie ihr Zustand zumindest verbessert werden kann", so Fröba-Schultheiß. Deswegen suchen die "Freunde Rumäniens" nun Hilfe bei Ärzten und Krankenhäusern, die sich Madalina annehmen. Erreichbar ist die Initiative per E-Mail an freunde-rumaeniens@gmx.de oder telefonisch unter 0162/2427821. red

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