Stadtsteinach
Jagdgenossen

Hildner poltert gegen "Totengräber" und "Dünnbrettbohrer"

Zum einen blickte Vorsitzender Adolf Hildner bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Stadtsteinach im Schützenhaus auf ein hermonisches Jahr zurück, zum anderen polterte er gegen die Befürwort...
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Zum einen blickte Vorsitzender Adolf Hildner bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Stadtsteinach im Schützenhaus auf ein hermonisches Jahr zurück, zum anderen polterte er gegen die Befürworter des Volksbegehrens "Rettet die Bienen".

2018 habe es nur wenige Wildschäden gegeben, kleinere Schäden seien im gegenseitigen Einvernehmen und ohne finanziellen Ausgleich behoben worden, so Hildner. Das Verbissgutachten habe keinen Anlass gegeben, den Rehwildabschuss zu erhöhen. Man dürfe aber nicht nachlässig werden. Der Jagdvorsteher bat darum, die Douglasie in die Liste der geschützten Pflanzenarten aufzunehmen.

Ein großes Problem sei das Fallwild auf der Strecke zwischen Stadtsteinach und Gumpersdorf. 20 überfahrene Rehe seien zu viel. Hildner vermutete, dass die Tiere wegen der extremen Trockenheit ins Tal liefen und die Straße kreuzten. Leider werde diese Verbindung als Rennstrecke benutzt - ohne Rücksicht auf die Tiere.

Alle, die das Volksbegehren "Rettet die Bienen" unterschrieben hätten, nannte Adolf Hildner "die Totengräber der kleinstrukturierten Land- und Jagdwirtschaft". Das Gleiche gelte für Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die einen Abschuss des Wolfes einschränke.

Wenn die konventionelle Landwirtschaft durch Auflagen, Verordnungen und Vorschriften vor die Hunde gehe, sei auch keine vernünftige Jagd mehr durchführbar. Das bedeute, dass Wiesen, Täler, extreme Hanglagen und Feuchtflächen versteppen. Beispiele sind nach Hildners Worten die Wiesen in der Au sowie die Täler am Bergfeld. Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd gehörten zusammen, nur gemeinsam sei eine tragbare Lösung möglich.

Die von ÖDP und Grünen geforderte Artenvielfalt sei für die Landwirtschaft seit Jahren Standard, so Hildner. "All diese Dünnbrettbohrer fordere ich auf, ihre Gärten nicht mit Steinen anzulegen, auf Kreuzfahrten zu verzichten und Flächen für Blühstreifen zu pachten." Die Jagdgenossenschaft Stadtsteinach stelle diese zur Verfügung. Bürgermeister Roland Wolfrum, der auch stellvertretender Jagdvorsteher ist, lobte die gute Zusammenarbeit und das großzügige Verhalten eines Jagdgenossen, der seine Forderung in Bezug auf Wildschaden komplett erlassen hatte.

Der neue Forstbeamte Michael Schmidt hoffte auf ein nasses Jahr, damit sich die Fichten im Frankenwald erholen.

Die beiden Jagdpächter Georg Geyer und Werner Thoma baten die Hundehalter um mehr Rücksicht gegenüber Wald und Natur. kpw

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