Coburg

Hilda Rüger feierte an zwei Tagen ihren 102.

Der Freistaat Coburg wurde am 1. Juli 1920 offiziell mit Bayern vereinigt. Damals war Hilda Rüger (geb. Jakob) schon zwei Jahre alt. Am 18. und 19. Januar feierte sie im Altenheim in Lützelbuch ihren ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Mike Stahlberger, Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber, Dino Stahlberger, Romina Stahlberger (Enkelin) und die kleine Amelie gratulierten Hilda Rüger zum 102. Geburtstag.  Foto: Edwin Meißinger
Mike Stahlberger, Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber, Dino Stahlberger, Romina Stahlberger (Enkelin) und die kleine Amelie gratulierten Hilda Rüger zum 102. Geburtstag. Foto: Edwin Meißinger

Der Freistaat Coburg wurde am 1. Juli 1920 offiziell mit Bayern vereinigt. Damals war Hilda Rüger (geb. Jakob) schon zwei Jahre alt. Am 18. und 19. Januar feierte sie im Altenheim in Lützelbuch ihren 102. Geburtstag.

Wie man sieht, ist nicht nur das hohe Alter der Jubilarin außergewöhnlich, sie hat auch an zwei Tagen nacheinander Geburtstag. Wie ihre Familie mitteilte, habe sie seit jeher ihren Geburtstag bereits am 18. Januar gefeiert. Hilda Rüger wurde in Hof an der Steinach, bei Mitwitz, als siebtes Kind von elf Kindern geboren. Wie damals üblich, besuchte sie bis zur achten Klasse die Schule. Anschließend ging sie für zwei Jahre nach Neustadt, um dort nähen zu lernen. Der Beruf als Schneiderin machte ihr zeitlebens viel Freude. Hilda Rüger legte stets großen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Sie nähte ihre Kleidung für sich und ihre Familie selbst, trug gerne ihre Kette und eine Armbanduhr. Auch am Geburtstag schmückte sie sich mit Kette und Uhr.

Leidenschaftliche Schneiderin

In jungen Jahren arbeitete sie bei den Marinenachrichten in Wilhelmshaven und absolvierte auch eine Ausbildung an der Schwesternschule des Roten Kreuzes. 1946 heiratete sie ihren Ehemann. Den beiden wurde der Sohn Wolfgang geschenkt. Da ihr Mann Zugschaffner war, wohnte die kleine Familie im Bahnhof in Hof. Hilda Rüger arbeitete als Haushälterin in Plauen. In späteren Jahren nähte sie als Schneiderin bei der Firma Hartan in Gestungshausen.

Die Leidenschaft der Schneiderei ließ sie auch in ihrer Freizeit nicht los, und so nähte sie Brautkleider und auch Kleidung für Bekannte und Verwandte. Im Jahr 1965 zog die Familie in ihr selbst gebautes Haus nach Mitwitz um. Dort lebte Hilda Rüger bis in das Jahr 2012. Zehn Jahre zuvor war ihr Ehemann verstorben.

Umzug mit 94 Jahren

Mit 94 Jahren entschied sie sich, ins Seniorenheim nach Lützelbuch zu ziehen. Acht Jahre lebt sie jetzt hier. Wie ihre Familie mitteilte, habe sie hier ihr neues Zuhause gefunden. Sehr gerne nehme sie an den Angeboten des Seniorenzentrums teil, so sei sie beispielsweise regelmäßig die "Kegelkönigin". Die Jubilarin liebt es, Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken. Auch an ihrem Geburtstag probierte sie die drei Geburtstagstorten mit Begeisterung. Zu Hilda Rügers Familie gehören drei Enkel, fünf Urenkel und die Ururenkelin Amelie. Diese ist immerhin schon gut ein Vierteljahr alt und war bei den Geburtstagsfeierlichkeiten dabei. Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber überbrachte die Glückwünsche der Stadt Coburg und ihrer Bürgermeisterkollegen. em

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren