Weißenohe
weißenohe.inFranken.de  Der katholische Frauenbund der Pfarrei Don Bosco Forchheim besuchte das Klostergebäude.

Hier entsteht das Chorzentrum

Der katholische Frauenbund der Pfarrei Don Bosco Forchheim besuchte unter Leitung seiner Vorsitzenden Ulrike Nöth die Gemeinde Weißenohe. Die Mesnerin Traudl Eckert führte durch die Pfarrkirche St. Bo...
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Das Kloster Weißenohe Foto: Barbara Herbst, gemalt von Mohammadt
Das Kloster Weißenohe Foto: Barbara Herbst, gemalt von Mohammadt

Der katholische Frauenbund der Pfarrei Don Bosco Forchheim besuchte unter Leitung seiner Vorsitzenden Ulrike Nöth die Gemeinde Weißenohe. Die Mesnerin Traudl Eckert führte durch die Pfarrkirche St. Bonifatius, die 1692 nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer im barocken Stil erbaut wurde.

Eckert erläuterte, dass die Klostergründung in Weißenohe bereits in der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts erfolgte und im Mittelalter sowie in der frühen Neuzeit immer wieder Streitobjekt aufgrund von Gebiets- und Einflussansprüchen der "Oberen Pfalz", Bambergs und der freien Reichsstadt Nürnberg war. Ausschlaggebend für die Entwicklung Ende des 17. Jahrhunderts war die Bewilligung eines eigenen Abtes und die Wiedererhebung zur Abtei durch den damaligen Papst.

Der gesamte Klosterkomplex wurde 1803 säkularisiert. Die Flügelbauten im Osten und Süden des heute noch vorhandenen Prälatenbaus wurden durch einen Brand zerstört und um 1850 abgebrochen. Traudl Eckert erläuterte die wunderbare Innenausstattung der Kirche. Die Altäre in Nussbaum fertigte der Holzschnitzer und Bildhauer Johann Michael Doser an, mit Ausnahme des Kreuzaltars im Seitenschiff, der den Gebrüdern Asam zugeschrieben wird. Bei einem anschließenden Rundgang durch den Prälatenbau des Klosters erklärte der Vorsitzende des Fördervereins, Eduard Nöth, die Pläne zur Revitalisierung des Klosters.

Im künftigen "Chorzentrum Kloster Weißenohe" soll ein Forum für alle entstehen, die sich mit dem Singen in Gemeinschaft befassen. Die Räumlichkeiten sollen es ermöglichen, dass Kinder, Jugendliche, Schüler und Erwachsene miteinander singen und sich musikalisch fortbilden. Die Aus- und Fortbildung von Chorleitern ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts.

Ausmaß der Sanierung

Darüber hinaus sollen im Chorzentrum Erzieher und Lehrkräfte aller Schularten Angebote für ihr musikalisch-fachliches Schaffen erhalten, so Eduard Nöth. Beim Gang durch die drei Etagen des Klosters mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche zeigte sich das Ausmaß der notwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten, die größtenteils durch immer wieder wechselnde Nutzungen, dann durch eine lange Vernachlässigung dieses Baudenkmals, aber auch durch die vielen unsachgemäßen Eingriffe während der Nachkriegszeit erforderlich werden.

Mit einer Spendenübergabe zeigte sich der Frauenbund solidarisch mit dem Kulturprojekt und genoss zum Abschluss in der Klostergaststätte auch die Ergebnisse der Weißenoher Braukunst. red

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