Zeil am Main

Hier entstehen 26 Bauplätze

In Zeil startet die Erschließung von "Mittelsetz II". Das Interesse ist riesig, und die Stadt könnte schon bald vor der Aufgabe stehen, über neue Angebote für Bauwerber nachdenken zu müssen.
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Foto: Klaus Schmitt
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Klaus Schmitt Zeil wächst in Richtung Westen. Am Ortsausgang (nach Haßfurt) entsteht an der Staatsstraße 2447 (ehemalige Bundesstraße 26) das neue Baugebiet "Mittelsetz II". Dieser Tage hat die Erschließung begonnen. Die Siedlungsstraßen, Kanalstränge und Wasserleitungen werden gebaut. Wenn alles nach Plan verläuft und der bevorstehende Winter nicht zu streng wird, sollen laut Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) ab August oder September kommenden Jahres im "Mittelsetz II" die ersten Häuser errichtet werden können. "Es kommt auf den Winter an", schränkt Stadelmann den Zeitplan etwas ein.

Das neue Baugebiet entsteht auf einem Hang unterhalb des Haßbergtraufs zwischen dem bestehenden Wohngebiet "Mittelsetz", der Staatsstraße und einem Weingut. Die Zufahrt von der Staatsstraße aus ist schon vorhanden. Dort befindet sich der dritte Zeiler Kreisverkehr, der auch das neue Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Staatsstraße anbindet. Laut Planung sind im "Mittelsetz II" genau 26 Bauplätze vorgesehen.

Über 100 Anfragen

Für die 26 Parzellen gibt es inzwischen 100 Interessenten, wie der Bürgermeister auf Anfrage bestätigte. Bisher sei noch kein einziger Bauplatz verkauft. Alle Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt. Die Kosten für die Erschließung, die über eine Erschließungsgesellschaft läuft, werden über den Verkauf der Grundstücke finanziert.

Bei den Richtlinien für "Mittelsetz II" hat sich der Stadtrat, wie er in seiner Sitzung vor eineinhalb Jahren übereinkam, als der Entwurf damals vorgestellt wurde, weitgehend an den Festsetzungen für das Baugebiet in Krum orientiert, das fast schon wieder voll ist. Laut Stadtangaben sollen den Bauwerbern so viele Freiheiten wie möglich eingeräumt werden.

Nötig wird sicherlich ein Lärmschutz. Schon im benachbarten Baugebiet "Mittelsetz" schirmt ein Erdwall mit starkem Bewuchs die Bewohner vom Lärm der Staatsstraße ab.

Fest steht, dass zwischen dem neuen Baugebiet "Mittelsetz II" und dem bestehenden Wohngebiet "Mittelsetz" zwar eine Straßenverbindung geschaffen wird. Aber: Fahrzeuge werden dort nicht verkehren, sondern nur Fußgänger und Radler. Die Frage, ob eine Straßenverbindung auch für Autos geöffnet werden soll, war bei der Vorstellung des Entwurfs noch umstritten. Der Vorteil wäre gewesen: Die Bewohner im bestehenden Wohngebiet "Mittelsetz" bekämen eine neue, weitere Zufahrtsmöglichkeit. Der Nachteil: Eine solche Verbindung würde wohl den Verkehr im Baugebiet "Mittel-setz II" anschwellen lassen und das benötigte Endstück der Franz-Burger-Straße scheint nicht dafür geeignet zu sein, mehr Verkehr aufzunehmen (eng und unübersichtlich). Inzwischen steht laut Bürgermeister fest: Die Straßenverbindung wird nicht für Autos geöffnet.

Angesichts des großen Interesses der Bauwerber dürfte die Stadt bald wieder in die Lage kommen, über weiteres Baugelände nachdenken zu müssen. "Wenn der Bedarf extrem da ist", blickt Thomas Stadelmann in die Zukunft, dann wäre das Baugebiet "Lange Äcker Ost" gewiss eine Option, nachdem "Lange Äcker West" so gut wie komplett bebaut ist. Im Gebiet "Ost", für das bereits ein gültiger Bebauungsplan besteht, könnten rund 80 Bauplätze geschaffen werden. Vorläufig sei "Lange Äcker Ost" kein Thema, erklärt Stadelmann, aber wenn es notwendig werde, könnte es erschlossen werden. Allerdings nur abschnittsweise und nicht in einem Zug wie im "West"-Areal. "Lange Äcker Ost" ist der Hang zwischen der äußersten Abt-Degen-Straße und der Staatsstraße nach Krum.

Und sonst? Wie sieht es mit Baumöglichkeiten in Zeil oder den Stadtteilen aus? Es gibt nur noch zwei freie Bauplätze im neuen Baugebiet von Krum (insgesamt 16 Parzellen). In anderen Stadtteilen bestehen keine Baugebiete. Allerdings befinden sich in Zeil selbst in den alten Siedlungsgebieten laut Bürgermeister noch etwa 20 freie Bauplätze. Die sind alle in privater Hand. Wenn Besitzer bereit sind, ihre Grundstücke zu verkaufen, können sie bebaut werden. Sonst nicht. Der Stadt sind bei diesen Flächen die Hände gebunden.

Und Bauen in der Altstadt? Da gibt es in Zeil offenbar auch nicht so viele Möglichkeiten. Zeil habe kaum Probleme mit Leerständen, sagt Stadelmann.

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