Heßdorf
Ablehnung

Heßdorfer Baugebiet kommt Regionalplanung in die Quere

Zur jüngsten Sitzung des Heßdorfer Gemeinderates hatte Bürgermeister Horst Rehder (BB) eine schlechte Nachricht bezüglich der Bauleitplanung "Heßdorf-Süd" mitgebracht. Der Gemeinderat hatte ohne Gegen...
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Zur jüngsten Sitzung des Heßdorfer Gemeinderates hatte Bürgermeister Horst Rehder (BB) eine schlechte Nachricht bezüglich der Bauleitplanung "Heßdorf-Süd" mitgebracht. Der Gemeinderat hatte ohne Gegenstimmen den Bebauungsplan beschlossen und die Planung befand sich auf der Zielgeraden. Im September gab es eine erneute öffentliche Auslegung.

Die Regionalplanungsstelle sieht jetzt in der geplanten Abgrenzung nach Norden hin einen nicht akzeptablen Eingriff in den regionalen Grünzug. Die Planungsregion Nürnberg hat der Bauleitplanung in der vorliegenden Form nicht zugestimmt. Auch seitens des Landratsamtes werden umfassende Bedenken und Vorbehalte, insbesondere auch immissionsschutzrechtlicher Art, vorgebracht.

Eingriff in regionalen Grünzug

Der Planungsverband hatte bereits mehrfach den regionalen Grünzug "RG 3 Seebachgrund mit Röttenbachtal zwischen Dechsendorf und Röttenbach" thematisiert und bereits 2016 dazu Stellung genommen. Ziel des Regionalplans der Region Nürnberg (RP 7) ist es, dass Planungen und Maßnahmen im regionalen Grünzug im Einzelfall nur zulässig sind, wenn in den jeweiligen Grünzügen die Funktionen nicht beeinträchtigt werden, erläuterte der Bürgermeister.

In den bisher erfolgten Stellungnahmen und Beschlüssen sowie den Abstimmungsergebnissen wurde stets betont, "dass nicht von einem nennenswerten Funktionsverlust des regionalen Grünzugs ausgegangen werden kann, wenn die an die Wohnflächen angrenzenden Teilbereiche des Grünzugs in den Planungen berücksichtigt werden und diesbezüglich zur Aufwertung desselben mit aufgenommen werden", so steht es im Sitzungsprotokoll des Planungsverbandes.

Zu weit nach Norden

Mit den nun vorliegenden Planentwürfen sei jedoch eine weitere Ausdehnung der Wohnbauflächen nach Norden in den Seebachgrund hinein erfolgt. Dies entspreche nicht mehr der von Anfang an von der Regierung von Mittelfranken, dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt sowie dem Planungsverband Region Nürnberg geforderten und auch in den Abstimmungsgesprächen mit der Gemeinde Heßdorf als Konsenslösung vereinbarten nördlichen Abgrenzung der Wohnbauflächen. Damit liege eine eindeutige Funktionsbeeinträchtigung des regionalen Grünzugs und damit ein Verstoß gegen das Ziel des Regionalplans vor, stellte der Planungsverband fest.

Gespräch mit den Behörden

Daraus resultiere die Empfehlung an den Planungsverband, der Planung nicht zuzustimmen. Es wurde empfohlen, Einwände zurückzustellen, falls eine nördliche Abgrenzung der Wohnbauflächen erfolgt, die die nördliche Ausdehnung der geplanten Wohnbauflächen des Planentwurfs vom März 2016 nicht überschreitet.

Wie Bürgermeister Horst Rehder dem Gemeinderat mitteilte, wird es in diesen Tagen dazu ein Gespräch mit der Regierung von Mittelfranken und dem Landratsamt geben.

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