Heßdorf

Heßdorf dehnt sich aus

Der Ort will für Einheimische attraktiv bleiben. Sozialer Wohnungsbau und Mietwohnungen sind vorgesehen.
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So sieht die geplante Parzellierung des neuen Baugebiets aus. Der Variante 5 des Planungsbüros TB Markert wurde der Vorzug gegeben. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für den Entwurf und damit die Fortführung des Verfahrens aus. Grafik: Ingenieurbüro TB Markert
So sieht die geplante Parzellierung des neuen Baugebiets aus. Der Variante 5 des Planungsbüros TB Markert wurde der Vorzug gegeben. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für den Entwurf und damit die Fortführung des Verfahrens aus. Grafik: Ingenieurbüro TB Markert
Im Gemeinderat stand wieder die Baulandausweisung Heßdorf-Süd auf der Tagesordnung. Das Gremium beschäftigte sich mit einem Vorentwurf, den Lena Beyrich vom Planungsbüro TB Markert vorlegte.
Noch heuer sollen der Bebauungsplan des neuen Baugebiets Heßdorf-Süd auf den Weg gebracht und im Herbst/Winter die Erschließungsmaßnahmen ausgeschrieben werden. Im Baugebiet sollen neben herkömmlichem Wohnungsbau auch sozialer Wohnungsbau, Mietwohnungen sowie seniorengerechte Wohnungen entstehen.
Nach Auffassung von Bürgermeister Horst Rehder kann damit der aktuelle Bedarf an Wohnbauflächen und altersgerechten Wohnungen "weitgehend gedeckt werden". Dabei soll vordringlich für Einheimische die Möglichkeit geschaffen werden, in Heßdorf zu bauen oder im Alter wohnen zu bleiben. Daher will der Gemeinderat das Baugebiet keinem Bauträger oder Investor überlassen, sondern die Grundstücke weitgehend selbst vermarkten.
Beyrich stellte mehrere Varianten vor und plant 153 Wohneinheiten in Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern sowie Reihenhäusern. Auf Wunsch des Gemeinderates sollen das Wohngebiet verkehrsberuhigt und barrierefrei sein und die durchschnittliche Grundstücksgrößen je nach Haustyp zwischen 300 und 450 Quadratmetern liegen.
Wie schon bei der letzten Sitzung wiesen Beyrich und Matthias Fleischhauer vom gleichen Büro und Werner Pongratz vom gleichnamigen Ingenieurbüro auf die gesetzlichen Lärmschutzmaßnahmen hin. Wie Beyrich erklärte, habe ein Lärmschutzgutachter bestätigt, dass entlang der Kreisstraße eine Lärmschutzwand erforderlich sei. Allerdings wird weniger passiver Lärmschutz nötig als ursprünglich befürchtet.


Vorschlagsliste

In einer eineinhalbstündigen Diskussion äußerten die Gemeinderäte eine Reihe Wünsche und machten Vorschläge, insbesondere zur Erschließung, Straßenbreite und Straßenführung sowie zu den Stellplätzen.
Eine Reihe dieser Vorschläge wird die Planerin noch in die Planung einbringen. Sie wies auch darauf hin, dass im Zug des Verfahrens noch Änderungen bei den Parzellen und der Bebauungsart (Einzelhäuser, Doppelhäuser, Reihen- oder Kettenhäuser sowie Geschosswohnungsbau) möglich sein werden.
Wichtig sei jetzt, das Verfahren fortzuführen, damit die Erschließungsmaßnahmen so bald wie möglich ausgeschrieben werden können. Bürgermeister Rehder ist sich auch sicher, dass bei der Einfahrt zur gegenüberliegenden Firma Schuler auch die Kreisstraße mit einbezogen und eine Linksabbiegerspur errichtet werden müsse.
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