Herzogenaurach

Herzogenauracher Zahlen: Mit der Stadt wachsen auch die Aufgaben

In Herzogenaurach gibt es mehr Arbeitsplätze als Einwohner, die Stadt verfügt über Rücklagen in Höhe von 73 Millionen Euro und die Einnahmenprognose für den Haushalt 2018 wurde übertroffen. Bei der Ge...
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In Herzogenaurach gibt es mehr Arbeitsplätze als Einwohner, die Stadt verfügt über Rücklagen in Höhe von 73 Millionen Euro und die Einnahmenprognose für den Haushalt 2018 wurde übertroffen. Bei der Gewerbesteuer wurde mit Einnahmen von 22 Millionen gerechnet, der Kämmerer kann zum Jahresende aber elf Millionen Euro mehr, nämlich rund 33 Millionen Euro verbuchen.

Für das kommende Jahr sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) "ein vorsichtiges Handeln voraus", denn nach den vorliegenden Werten werden die Gewerbesteuereinnahmen auf rund 25,4 Millionen Euro sinken. Die Einnahmen aus der Lohnsteuerbeteiligung setzen den Trend nach oben fort und werden etwas unter 20 Millionen Euro betragen. Allerdings seien vorhandene Rücklagemittel auch gebunden, so für die weitere Entwicklung der Herzo Base, die geplanten Stadt-Umland-Bahn (Stub) und für Schulen und Kindertagesstätten.

Steigende Ausgaben

"Das sind Zahlen, um die uns manche Kommunen beneiden", erklärte Hacker bei der gut besuchten Bürgerversammlung in seinem Rechenschaftsbericht. "Die sprudelnden Einnahmen bedeuten aber auch mehr Ausgaben, zum Beispiel bei der Kreisumlage. In diesem Jahr müssen 28,4 Millionen Euro an dem Landkreis abgeführt werden", erklärte der Bürgermeister.

Die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nahmen um sechs Prozent auf 23 921 bei 23 794 Einwohnern zu. Täglich pendeln 18 847 Menschen zu ihren Arbeitsplätzen in die Stadt, dem gegenüber stehen 5469 Auspendler. Dies erfodere, besonderes Augenmerk auf den Wohnungsbau, auch den sozialen Wohnungsbau, sowie auf die Verkehrspolitik zu richten. So habe der Stadtrat Baugebiete wie das Wohngebiet in der Reuth und das Entwicklungsgebiet Reihenzach und weitere kleine Gebiete auf den Weg gebracht.

Mehr Kita-Plätze erforderlich

Der Zuzug und die Ansiedlung von jungen Familien bedeute wiederum einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Zu den rund 1200 Kita-Plätzen kommen bei St. Josef in Niederndorf und gegenüber der Montessori-Kindertagesstätte weitere Einrichtungen.

Nach Fertigstellung der Schütt steigen auch die Zahlen der Herzo-Busse wieder auf aktuell 460 000 Fahrgäste an. Am Sonntag geht der neue Busfahrplan des ÖPNV mit zwei zusätzlichen Linien an den Start, und die Kilometer-Leistung im Jahr werde von 550 000 auf 970 000 steigen, so Hacker. Mit der neuen Linie 134 werde der Bahnhof in Emskirchen und mit der Linie 199 in Nürnberg das Wegfeld, der Startpunkt der späteren Stub, angebunden.

In seinem Bericht streifte der Bürgermeister Tiefbaumaßnahmen ebenso wie den Hochbau, den Glasfaserausbau, Klima und Landschaft sowie die Seniorenarbeit und Förderprogramme der Stadt. Auch zum Neubau des Rathauses sowie zur Vermarktung der Wohnbaugrundstücke nahm er ausführlich Stellung. sae

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