Herzogenaurach
Digicamp

Herzogenauracher Gymnasiasten trainieren für digitale Gesundheit

Für die meisten Jugendlichen aus Herzogenaurach gehören Instagram, YouTube oder WhatsApp zum Alltag. Das Smartphone ist dabei ihr stetiger Begleiter, auch in der Schule. Am Gymnasium Herzogenaurach he...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Initiatoren und Referenten des Digicamps Foto: privat
Die Initiatoren und Referenten des Digicamps Foto: privat

Für die meisten Jugendlichen aus Herzogenaurach gehören Instagram, YouTube oder WhatsApp zum Alltag. Das Smartphone ist dabei ihr stetiger Begleiter, auch in der Schule. Am Gymnasium Herzogenaurach herrscht im Unterricht gewöhnlich Handyverbot - eine Ausnahme gab es nun für das "Digicamp".

Der Frage "Immer online - nie mehr allein?" sind Schüler, Eltern und Lehrkräfte beim gleichnamigen Präventionsprojekt nachgegangen. Initiatoren und Organisatoren sind die Krankenkasse Barmer, BG3000, ein junges Unternehmen, das digitale Projekte umsetzt, und der Tüv Rheinland. Drei Tage lang standen für 130 Schüler der achten Jahrgangsstufe besondere Fächer auf dem Stundenplan, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren: Workshops wie "YouTube - Broadcast yourself", "Smart Photography", "iPads & Co.", "Bloggen, wie es dir gefällt" und "Music in the Box" brachten Abwechslung vom Unterrichtsalltag. Gemeinsam erstellten die Jugendlichen eigene Beiträge zum Thema "Digitaler Stress" und übten den verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Medien. Medienpädagogen, Psychologen, Ernährungs- und Fitnessexperten sowie Stars aus der Social-Media-Welt unterstützten die Heranwachsenden bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen. Schüler und Experten erarbeiteten zudem eine Charta für einen gesunden und sicheren Umgang mit den digitalen Medien.

Chancen der Digitalisierung

Andreas Schmidt, Regionalgeschäftsführer der Barmer, erklärt: "Knapp 97 Prozent aller 12- bis 19-Jährigen in Deutschland besitzen ein Smartphone. Heranwachsende tauschen sich über WhatsApp-Gruppen aus, geben im Internet Fotos und persönliche Informationen preis. Höchste Zeit also, Jugendlichen digitale Kompetenz und einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu vermitteln. Wer die Fallstricke kennt, kann besser auf ein ausgewogenes Maß an Konsum und Herausgabe von Informationen achten und die Vorteile der digitalen Medien für sich nutzen. Schließlich bietet die Digitalisierung zahlreiche Chancen für eine gesunde Lebensweise. Das Thema Mediennutzung gehört dafür frühzeitig in die Klassenzimmer. Daher engagiert sich die Barmer als Präventionspartner und Förderer bei diesem Projekt."

Simone Stein-Lücke, Gründerin von BG3000, ergänzt: "Mit unseren digitalen Bildungsformaten gehen wir innovative Wege. Nun heben wir dies mit unseren Präventionspartnern auf ein ganz neues Level: Mit dem Projekt ,Immer online - nie mehr allein?‘ adressieren wir nicht nur Schüler, sondern auch Eltern und Lehrkräfte. Die Digicamps und Lehrer-Digicamps bieten on- und offline Erziehungsratgeber, fördern Digitalaufklärung und mentale wie physische Gesundheit und regen zu gesundheitsfördernden Modulen in der Schule an. Kurz: Wir bilden Schüler sowie ihre Begleiter zu Multiplikatoren aus und betreiben Prävention nach innen und außen."

Norbert Schell, Schulleiter: "In einer Zeit, in der die Entwicklung der digitalen Medien rasend schnell voranschreitet, ist es eine wichtige Aufgabe der Schule und der Elternhäuser, die Jugendlichen zu informieren und deren Umgang mit der digitalen Welt zielgerichtet zu begleiten. Vor diesem Hintergrund sind wir froh, dass das Digicamp unsere etablierten Projekte und Unterrichte im Bereich der Medienerziehung sinnvoll ergänzt und den Schülern Kontakte mit Personen ermöglicht, die nicht dem Binnenbereich der Schule angehören." red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren