Coburg
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Herbstmarkt wartete mit neuem Konzept auf

Neue Aussteller, ein anderes Warenangebot und ein neuer Veranstalter sollten in diesem Jahr beim traditionellen Hobby- und Kunsthandwerkermarkt neue Akzente setzen. Alexander Degen und Jörg Tremel hat...
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Wer modisch unterwegs sei will, trägt Hut. Christa Haagen kreiert dieses Modeaccessoire und lässt sich immer etwas Neues einfallen.  Foto: Wolfgang Desombre
Wer modisch unterwegs sei will, trägt Hut. Christa Haagen kreiert dieses Modeaccessoire und lässt sich immer etwas Neues einfallen. Foto: Wolfgang Desombre

Neue Aussteller, ein anderes Warenangebot und ein neuer Veranstalter sollten in diesem Jahr beim traditionellen Hobby- und Kunsthandwerkermarkt neue Akzente setzen. Alexander Degen und Jörg Tremel hatten am Sonntag erstmals den Markt im Kongresshaus Rosengarten veranstaltet. So gab es diesmal ein Angebot mit frischer Chili-Salami, Pasta und Parmesan, aber auch eine riesige Auswahl an Spirituosen aus verschiedenen Obstsorten. Schmuck, Kinderbekleidung, handgemalte Bilder und Holzschnitzereien rundeten das Angebot ab. Einiges war anders oder neu - und stieß nicht durchweg auf Gegenliebe.

Leerer als in den Vorjahren

Besucher, die seit Jahren den traditionellen Kunsthandwerkermarkt besuchten, waren enttäuscht von dem Angebot, denn einige Stände waren unbesetzt geblieben und auch der Besucheransturm hielt sich am Vormittag gegenüber den Vorjahren deutlich in Grenzen. Zudem war der Eintrittspreis erhöht worden, wenn auch moderat, was vielen Stammkunden nicht behagte.

Es sei die richtige Zeit zum Tragen von Hüten. "Wer modisch unterwegs sein will, trägt eben eine ausgefallene Kopfbedeckung", sagte Christa Haagen. Der Hut sei eben das letzte i-Tüpfelchen für eine elegante Erscheinung, meinte die Coburger Künstlerin, die sich nicht zuletzt wegen ihrer ausgefallen Schmuckstücke und Deko-Artikel und auch wegen ihrer Miniaturwelten im Osterei einen Namen in der Kunstszene der Vestestadt gemacht hat. Professionelle Hutformen verwendet die Künstlerin nicht. Sie nimmt als Hutform Plastikschüsseln oder Töpfe. Das Material wird kräftig eingedampft, bis es feucht und heiß geworden ist, und bleibt dann auf der Form, bis es kalt und trocken ist, erklärte Christa Haagen die wichtigsten Arbeitsschritte.

Auf einem Flohmarkt hatte Christa Haagen vor geraumer Zeit eine ganze Kiste mit roten Glasperlen günstig erstanden. Jetzt hat sie eine tolle Verwendung dafür gefunden. Sie bastelte daraus Herzen und verzierte diese mit kleinen Tannenzapfen. Die Glasperlen-Herzen sind ein weihnachtlicher Gruß am Fenster oder der Haustüre.

Martin Rose ist seit über 30 Jahren hauptberuflicher Münzensäger. Er bearbeitet ganz normale Münzen aus aller Welt zu Münzschmuck um. Die Motive, die sich auf den Münzen befinden, bleiben vorhanden, der Rest wird ausgesägt. Von einer polnischen 2-Zloty-Münze bleibt so nach drei bis vier Stunden Arbeit nur der Falke als Motiv übrig. Martin Rose erzählte, diese Feinarbeit erfordere viel Geduld und handwerkliches Geschick und sei nur durch die Verwendung einer 10-fach-Lupenbrille möglich. des

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