Herzogenaurach

Herbert Gumbrecht hatte Kartenglück

Bei den Kartlern der Kolpingsfamilie Herzogenaurach war am Dienstag die Preisverteilung für das vergangene Jahr angesagt. Der Jahressieger 2019 heißt Herbert Gumbrecht. Seit 1965 werden bei der Kolpin...
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Im Pfarrzentrum wird einmal im Monat gekartelt. Fotos: Manfred Welker
Im Pfarrzentrum wird einmal im Monat gekartelt. Fotos: Manfred Welker
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Bei den Kartlern der Kolpingsfamilie Herzogenaurach war am Dienstag die Preisverteilung für das vergangene Jahr angesagt. Der Jahressieger 2019 heißt Herbert Gumbrecht. Seit 1965 werden bei der Kolpingsfamilie Herzogenaurach die Ergebnisse der Schafkopfspiele aufgezeichnet und für das ganze Jahr gewertet.

Viele der Mitspieler pflegen bereits seit ihrer Jugend das Kartenspiel, gelernt haben es die meisten in der Schule, aber natürlich außerhalb des offiziellen Stundenplans, in der Pause etwa oder beim Warten auf den Bus. So auch der Vorsitzende Dieter Lohmaier, der mit seinen Schulkameraden in der Freizeit zu den Karten griff und sich damit die Zeit vertrieb.

Auch im Jahr 2019 waren die Kartler sehr aktiv. Bei der Herzogenauracher Kolpingsfamilie wird die Schafkopfrunde meist einmal im Monat in geselliger Runde gepflegt. Aus einem Kreis von 38 Kartlern kommen häufig 20 zu den Dienstagsterminen in das Pfarrzentrum, sodass fünf Tische mit Kartlern zusammengestellt werden können. Zur Kartelakademie in Weinzierlein muss daher keiner gehen.

Aus den Einzelwertungen der Termine 2019 ergab sich eine Punkteliste, die Joachim Loh-maier als Organisator der Zusammenkünfte verkünden konnte. Aufgeführt wurden die Plätze von eins bis 32 sowie weitere Teilnehmer, die mehr als vier Mal beim Karteln dabei gewesen waren.

Preise für die ersten zehn Plätze

Vorsitzender Dieter Lohmaier vergab die Preise an die Gewinner mit den glücklichen Händchen. Den ersten Platz machte Herbert Gumbrecht, den zweiten Platz teilen sich Konrad Frötsch und Norbert Luka-sczyk.

Des Weiteren folgten in der Punktewertung Hans Kolb, Edwin Lehner, Helmut Müller, Helmut Kern, Christian Müller, Konrad Eitel und Joachim Lohmaier. Preise erhielten die ersten zehn.

Der Sieger der Jahreswertung für das Jahr 2019, Herbert Gumbrecht ist erst seit dem Jahr 2018 in der Kolping-Kartelrunde dabei, animiert durch seinen Nachbarn Konrad Eitel. Gelernt hat er das Karteln bereits als Jugendlicher in der Dorfgemeinschaft Steinbach im Feuerwehrhaus. Gerne spielt er wieder Schafkopf seit seinem Rentnerdasein, natürlich nur bei der Kolpingsfamilie. An der Runde schätzt er das hohe Niveau und die harmonische Spielweise. "Es gibt viele bessere Kartler, aber ich hatte Glück", sagt er von sich und weiter: "Ich muss die Fahne des Lohhof hochhalten, wenn andere aus diesem Stadtviertel schwächeln."

Die anwesenden Kartler machten sich nach der Preisverleihung gleich wieder daran, die Wertung für das Jahr 2020 zu eröffnen. Für eine Brotzeit zur Stärkung war gesorgt, schließlich soll auch für das laufende Jahr wieder eine abschließende Wertung möglich sein.

Eine Tasche mit Geschichte

Eine Jahressiegerliste wird seit 1965 geführt. Zu Beginn war Konrad Ackermann dafür zuständig. Seit 1982 hat Joachim Lohmaier dieses Amt übernommen. Sogar die Tasche, in der die Unterlagen für die Kartelrunden und ihre Wertung aufbewahrt werden, stammt noch von seinem Vorgänger. Spendiert hatte das gute Stück damals Robert Drebinger. Darin sind die Protokolle ab 1974 sicher verwahrt.

Die Siegerliste beginnt 1965 mit Adam Lindner. Vier Mal sind darauf Gerhard Fischer, Hermann Weiß, Klaus Süß und Christian Müller, drei Mal Albert Manz, Klaus Süß, Joachim Lohmaier, Albert Eichenseer, Hans Herbst, Christian Müller und Karl Schnappauf zu finden. Manfred Welker

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