Burgkunstadt

Hellwacher und sportlicher Auftakt

Werke von Changhee Nam und Udo Langer sind in der Produzentengalerie Burgkunstadt zu sehen.
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Eines der Bilder, die in der Produzentengalerie Burgkunstadt gezeigt werden: Porträt einer Sportlerin von Changhee Nam in Öl und Acryl auf Reispapier. Foto: Mathias H. Walther
Eines der Bilder, die in der Produzentengalerie Burgkunstadt gezeigt werden: Porträt einer Sportlerin von Changhee Nam in Öl und Acryl auf Reispapier. Foto: Mathias H. Walther

Ein Programm mit acht hochkarätig besetzten Ausstellungen hat die Produzentengalerie Burgkunstadt für das Jahr 2020 vorgestellt. Neben den Bildhauern Sibylle Waldhausen auf Berlin, Eva Mandok (Nürnberg) sowie Gerhard Nerowski (Königsberg i.B.) und dem Bamberger Adelbert Heil, die das ganze Jahr in der Galerie für Gegenwartskunst mit Auszügen ihres Schaffens präsentiert werden, konzentriert man sich insbesondere auf die Vorstellung bayerischer Maler. Aber auch südkoreanische Künstler, die ihren Schaffenskreis nach Franken verlegt haben, werden in der Burgkunstadter Galerie am Schönberg 3 ihre Plattform finden.

Kampf gegen sich selbst

Den Auftakt macht mit der Ausstellung "Die Vierzehnte" der seit 2004 in Nürnberg lebende und arbeitende Changhee Nam. Er ist Meisterschüler von Professor Peter Angermann - dessen Arbeiten im September in der Produzentengalerie ebenfalls eine Ausstellung gewidmet sein wird. Zu den wichtigsten Themen Changhee Nams gehören Motive aus dem Bereich des Sports. Er will den Kampf des Einzelnen gegen sich selbst und andere darstellen. Nam zeigt in seinen Arbeiten in Öl und Acryl auf Papier Sportler häufig im Augenblick höchster Anstrengung. Er zeigt den Wettkampfsport in all seiner Emotionen - zeigt schmerzverzerrte Gesichter ebenso wie Momente des Triumphes mit Freudentränen in den Augenwinkeln. Im Gegensatz dazu steht das zarte Material des Reispapiers, auf das der Künstler seine Kompositionen aufbringt.

Mit eigener Symbolik

Einblick in seine eigene Gefühlswelt gibt der zweite Künstler, dessen Werke im Rahmen der 14. Ausstellung gezeigt werden. Der Burgkunstadter Werbegrafiker Udo Langer, in der Region eigentlich eher als Musiker bekannt, ist mit großformatigen Bildern in klaren, kräftigen Farben mit eigener Symbolik vertreten. Entstanden sind die Gemälde als Sujets für Langers Musik-Album "Hellwach", das mit dem Rock-Pop-Preis für die beste deutschsprachige CD des Jahres ausgezeichnet wurde. Das war 2016. Galeristin Lucia Scheid-Nam fand die Werke so überzeugend, dass sie Langer eingeladen hat, in ihrer Galerie auszustellen. Gezeigt werden Arbeiten in Acryl auf Leinwand.

Die Vernissage zur "Vierzehnten" findet heute, Samstag, 25. Januar, um 17 Uhr statt. Die Einführungsrede wird der Bamberger Kunsthistoriker Matthias Liebel halten. Musikalisch wird in die Veranstaltung von Viktor Neuwert (Saxofon) und Themas Schaller (Gitarre) eingeführt. Die Ausstellung selbst ist bis zum 9. Februar in der Produzentengalerie Burgkunstadt für Gegenwartskunst (Schönberg 3) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind bei freiem Eintritt samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr.

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