Coburg
Aktionstag

Helfen, bis der Arzt kommt

Herzstillstand: Wenn nicht innerhalb von fünf Minuten mit der Herzdruckmassage begonnen wird, sinken die Überlebenschancen massiv. Der Aktionstag im Rahmen der bundesweiten "Woche der Wiederbelebung" ...
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Cornelia Florschütz unterweist Finia und Lucas Kirstner in der Wiederbelebung. Foto: Wolfgang Desombre
Cornelia Florschütz unterweist Finia und Lucas Kirstner in der Wiederbelebung. Foto: Wolfgang Desombre

Herzstillstand: Wenn nicht innerhalb von fünf Minuten mit der Herzdruckmassage begonnen wird, sinken die Überlebenschancen massiv. Der Aktionstag im Rahmen der bundesweiten "Woche der Wiederbelebung" soll den Menschen die Angst nehmen, etwas falsch zu machen.

In Coburg gestalteten Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Integrierte Leitstelle (ILS) und Regiomed-Klinikum Coburg den Aktionstag am Coburger Albertsplatz. Jährlich erleiden mindestens 50 000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur zehn bis 20 Prozent der Betroffenen überleben. Wenn Anwesende sofort handeln, verdreifacht sich die Überlebenschance. Zu tun ist folgendes: Lebenszeichen prüfen, Notruf 112 absetzen, Herzdruckmassage, eventuell Beatmung und Frühdefibrillation durchführen. Wichtig ist dabei, die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Fabian Bätz, Koordinator Breitenausbildung beim BRK, betonte, dass der Aktionstag vermitteln soll, dass es einfach ist, zu helfen. Beatmung sei kein Muss. Die ILS stellte die Telefon-Reanimation vor. Dabei wird der Helfer von einem Disponenten der ILS betreut und erhält Anweisungen, bis die Rettung eingetroffen ist.

Oft haben potenzielle Lebensretter Angst, etwas falsch zu machen, da der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt. Dabei kann man bei der Herzdruckmassage nichts falsch machen und jeder Laie darf sie anwenden.

Kinderpfleger Lucas Kirstner aus Rödental wollte mit seiner Schwester und Mutter eigentlich Kaffeetrinken und entschloss sich angesichts der Infostände, die Wiederbelebung selbst auszuprobieren. Unter der Anleitung von ASB-Ausbildungsleiterin Cornelia Florschütz führten die Geschwister eine Herzdruckmassage durch. 100 mal fest in die Mitte des Brustkorbs drücken und das fünf Zentimeter tief, war anstrengend. Zudem wurden sie in die Handhabung des Defibrillators eingewiesen. Wichtig sei, so Cornelia Florschütz, andere Leute einzubeziehen, die den Notruf absetzen und bei der Herzdruckmassage unterstützen. des

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