LKR Bamberg
Fussball-Bezirksliga 

Heißes Duell in Schammelsdorf

Der TSV erwartet die starken Breitengüßbacher zum Derby. Die dezimierten Dörfleinser wollen gegen Merkendorf nicht leer ausgehen.
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Die Schammelsdorfer Daniel Schneider (l.) und Steffen Kestler werden - wie hier gegen den Oberhaider Pascal Seidelmann - ihre Stärken gegen die Güßbacher ausspielen müssen. Foto: sportpress
Die Schammelsdorfer Daniel Schneider (l.) und Steffen Kestler werden - wie hier gegen den Oberhaider Pascal Seidelmann - ihre Stärken gegen die Güßbacher ausspielen müssen. Foto: sportpress
Als alleiniger Tabellenführer geht der FC Eintracht Bamberg in den achten Spieltag der Bezirksliga Ofr. West. Er trat bereits gestern Abend bei der SpVgg Lettenreuth an (Bericht auf Seite 29). Schärfste Verfolger mit jeweils zwei Zählern Rückstand sind der FC Oberhaid, der im Spitzenspiel beim FC Coburg (Platz 4) antritt und der FC Mitwitz, der bei der SpVgg Ebing (12.) gastiert.

FC Coburg - FC Oberhaid
Die Top-Begegnung des Spieltages führt den Tabellenvierten und den Zweiten aus Oberhaid zusammen. Für die Gäste eine erste echte Standortbestimmung, bei der die Frage beantwortet wird, ob die Stretz-Schützlinge mit einem der Großen der Liga mithalten können. Die Gäste treffen dabei auf eine Mannschaft, die sich nach der verdienten 1:3-Niederlage beim FCE Bamberg rehabilitieren will. Ein frustrierter FCC-Trainer Mathias Christl attestierte keinem Feldspieler Normalform. So werden die Oberhaider sich mit einem Gegner auseinander setzen müssen, der mit viel Engagement und Tordrang die Punkte einfahren will. Der FCO hat keinen Druck, kennt seine Qualitäten und wird mit Respekt, aber ohne Angst auftreten.

TSV Schammelsdorf -
TSV Breitengüßbach

Ein Derby zwischen zwei Mannschaften, die einen guten Saisonstart hinter sich haben, steigt in Schammelsdorf. Dies gilt insbesondere für die Gäste mit schon 14 Punkten auf dem Konto. So schossen sich Mayer, St. Herl & Co. beim 6:0 gegen den SV Würgau schon mal ein. Doch in Schammelsdorf erwartet die Herl-Truppe eine wesentlich schwerere Aufgabe. Die Akteure von Heim-Spielertrainer Dominik Kauder müssen nach der 1:4-Niederlage beim FC Mitwitz aufpassen, nicht nach hinten durchgereicht zu werden und wollen deshalb punkten. Hurra-Fußball wäre für die Schammelsdorfer allerdings fatal. Dafür ist die gegnerische Offensive einfach zu stark. Auf der anderen Seite werden es die Hausherren auch schwer haben, sich gegen eine meist sichere Gästeabwehr durchzusetzen. Dennoch, einen Favoriten kennt dieses Match nicht.

SV Dörfleins - SV Merkendorf
"Wir drehen uns etwas im Kreis. Wir spielen eine Halbzeit gut mit, aber dies reicht in dieser Liga nicht", betonte SVD-Spielertrainer Mario Herrmannsdörfer nach dem 1:4 in Mönchröden. So geht der Aufsteiger weiter als Tabellenletzter in das Derby gegen die Merkendorfer. Der Kader der Hausherren scheint aufgrund weiterhin vieler Ausfälle derzeit nicht so recht konkurrenzfähig. Das Bemühen, Punkte zu holen, kann den Dörfleinsern aber nicht abgesprochen werden. Gegen die Akteure von SV-Trainer Stephan Essig geht der SVD trotz des Heimvorteils als Außenseiter in diese Partie. Was bei den Gästen aber bislang noch nicht so recht in Schwung kam, war die Offensive. Neun Treffer bedeuten die zweitwenigsten Liga-Treffer. Diese Ausbeute reichte aber immerhin zu elf Zählern. Der SVD sieht sich also einer guten Defensive gegenüber.
TSV Ebensfeld -
DJK Bamberg II

Knapp an der nächsten Niederlage schrammte der TSV Ebensfeld bei Bosporus Coburg vorbei. Ein Last-Minute-Treffer bescherte den Gunreben-Schützlingen aber dann doch noch ein leistungsgerechtes 2:2. Parallelen gab's bei den Gästen, denen der Siegtreffer zum 3:2 gegen den TSV Meeder auch erst sehr spät gelang. Die Bayernliga-Zweite aus Wildensorg stellt für den TSV in seiner derzeitigen Verfassung eine sehr hohe Hürde dar. Die Nagel-Truppe tritt kompakt auf, trifft vorn, steht hinten sicher und spielt auf technisch hohem Niveau. So werden Popp & Co. schon eine starke Leistung abrufen, individuelle Fehler minimieren und ihre Chancen nutzen müssen - und es gilt auszublenden, dass es daheim bislang gar nicht lief. Platzt in Heimspiel Nr. 4 bei den Ebensfelder endlich der Knoten und fahren sie die ersten Punkte auf eigenem Gelände ein?

SpVgg Ebing - FC Mitwitz
Fünf Niederlagen und zwei Siege, dies ist bislang die magere Bilanz der Ebinger, wenn sie morgen den FC Mitwitz empfangen. Doch die Akteure von Trainer Heiner Dumpert hatten ein schweres Auftaktprogramm gegen Mannschaften wie den FC Eintracht Bamberg und den FC Coburg. Mit den Gästen aus Mitwitz erwarten sie erneut ein Team aus dem vorderen Bereich. Die Mitwitzer waren lange ungeschlagen und haben die erste Niederlage - 1:2 in Würgau - gut verdaut. Der 4:1-Heimsieg jüngst gegen den TSV Schammelsdorf belegt dies. So werden die Abicher auf einen Kontrahenten treffen, der in guter Verfassung und damit selbstbewusst im Seestadion aufkreuzen wird. Dies mit einem Luis Langbein, dem schon neun Tore und drei Torvorlagen gelangen. Trotz Heimvorteil kann das für die SpVgg erneut ein enges Match werden - so wie letzte Saison beim knappen 2:1-Erfolg der Hausherren.

SV Würgau - Bosp. Coburg
Das 0:6-Debakel des SV Würgau in Breitengüßbach dürfte die Sperber-Truppe nicht lang beschäftigt haben. Denn dort hielt der SVW eine Stunde lang gut mit, bevor er ausgekontert wurde. Gegen den Tabellennachbarn aus Coburg gilt es, Punkte zu holen. Ein wichtiges Spiel, da es gegen einen Kontrahenten geht, der ebenfalls den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat. Es wird wohl eine Partie, die mehr über den Kampf und den Einsatz als über spielerische Qualitäten entschieden werden kann. So gilt es für die Hausherren, den Mannen vom Bosporus mit diesen Tugenden entgegenzutreten. Ein torreiches Treffen ist bei der beiderseits schwachen Torausbeute bisher eher unwahrscheinlich.

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