Kronach

Heinz Köhler bleibt an der Spitze der Fernwasserversorgung Oberfranken

In der Verbandsversammlung der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) wurde Heinz Köhler im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Er hatte keinen Gegenkandidaten und ist damit auf weitere sechs Jahre Vorsit...
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Heinz Köhler
Heinz Köhler

In der Verbandsversammlung der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) wurde Heinz Köhler im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Er hatte keinen Gegenkandidaten und ist damit auf weitere sechs Jahre Vorsitzender der FWO.

Nach Ablauf der Wahlperiode hatte die Verbandsversammlung, bestehend aus acht Land-räten und sieben Oberbürgermeistern, den Vorsitzenden turnusmäßig neu zu wählen. Stellvertretender Vorsitzender und Bezirkstagspräsident Henry Schramm hatte Köhler vorgeschlagen. Seit 45 Jahren steht Köhler damit an der Spitze der FWO und hat sie während dieser Zeit vom kleinen Verband zum größten Wasserversorgungsunternehmen Oberfrankens entwickelt. Die FWO verteilt rund 20 Prozent des oberfränkischen Trinkwassers und bildet damit das Rückgrat der regionalen Wasserversorgung.

In gleicher Sitzung haben die Verbandsräte einstimmig den Wirtschaftsplan 2020 beschlossen. Dieser hat ein Volumen von 32,9 Millionen Euro, wobei 19,0 Millionen Euro bei Aufwendungen und Erträgen sowie 13,9 Millionen Euro im Vermögensplan veranschlagt sind. "Damit werden neue Investitionen in Höhe von über 8,4 Millionen Euro freigegeben", teilte Verbandsvorsitzender Köhler mit.

Die FWO rechnet mit einer Wasserabgabe zwischen 14 und 15 Millionen Kubikmeter für das Jahr 2020, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Damit ist die FWO weiterhin mit Abstand der größte Wasserversorger Oberfrankens. Mit dem Wirtschaftsplan werde weiter in die bereits gute Substanz der FWO und damit in die Verlässlichkeit der FWO für die Abnehmer in der Region investiert. "Wir nehmen unsere Verantwortung für die Region wahr", so Köhler.

Mit der Planung der neuen Trasse von Trainau über Burgkunstadt nach Mainleus wird der Einstieg in eine neue Fernleitung als Ringschluss zwischen den beiden großen Fernleitungen Bamberger Ast und Scheßlitzer Ast initiiert. Sie dient der Erhöhung der Versorgungssicherheit, weil künftig größere Mengen zwischen den verschiedenen Leitungen in den Teilregionen verschoben werden können. Diese seit Jahren größte Investition der FWO wird am Ende voraussichtlich 17 Millionen Euro kosten.

Weiterhin ist neben Investitionen in neue Anlagen vor allem die Ertüchtigung von technischen Systemen im Bereich der Speicherung, in der Fernwirktechnik sowie in der Elektrotechnik im Netz der FWO vorgesehen.

Rund 1,6 Millionen Euro investiert die FWO in Maßnahmen, die die Integration der Frankenwaldgruppe ermöglichen soll. Im nördlichen Verbandsgebiet hat 2014 die FWO das Transportsystem der Frankenwaldgruppe übernommen und saniert dort die Anlagen auf eigene Rechnung.

Verbandsdirektor Markus Rauh kündigte an, dass die FWO auch in diesem Jahr den Abgabepreis an ihre Kunden konstant halten will. Seit 1997 liegt der Wasserpreis bei 88 Cent je Kubikmeter. red

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