Trebgast
trebgast.inFranken.de 

Heinz Biedermann: Ein Leben für die Wasserwacht

Drei Schuss Salut aus einer Muskete - einem Vorderlader-Gewehr - auf dem Kirchplatz, signalisierten den Auftakt zur Feier des 75. Geburtstags von Heinz Biedermann. Abgefeuert von seiner Tochter Tina, ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Heinz Biedermann (Mitte) mit seiner Frau Angelika und der illustren Schar der Geburtstagsgäste. Foto: Dieter Hübner
Heinz Biedermann (Mitte) mit seiner Frau Angelika und der illustren Schar der Geburtstagsgäste. Foto: Dieter Hübner

Drei Schuss Salut aus einer Muskete - einem Vorderlader-Gewehr - auf dem Kirchplatz, signalisierten den Auftakt zur Feier des 75. Geburtstags von Heinz Biedermann. Abgefeuert von seiner Tochter Tina, einem weiblichen Musketier, in Anwesenheit von weiteren sieben Mitgliedern der Kronacher Ausschuss-Kompanie. Alle trugen Gewänder aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs im 17. Jahrhundert.

Musketier Jürgen Jakob gab Auskunft über den Verein, den es seit 20 Jahren gibt: Der Fürstbischof konnte sich damals kein stehendes Heer leisten, es gab nur wenige Berufsoffiziere. Deshalb sind Bürger zu den Waffen gerufen worden und mit einer Muskete, der Hauptwaffe der Fußtruppen, bewaffnet worden.

Die heute 40 Aktiven der Gruppe treten bei Veranstaltungen auf und spielen dabei historische Szenen vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer nach.

Die Vorstandschaft der Reservistenkameradschaft Selb/ Schönwald, bei der der Jubilar seit 1972 Mitglied und Träger der Verdienstmedaille in Gold ist, ernannte ihren Kameraden zum Ehrenmitglied.

Bereits seit 57 Jahren engagiert sich Heinz Biedermann bei der Wasserwacht. Er ist ausgebildeter Rettungssanitäter, Inhaber aller Lehrscheine und wird immer noch aktiv beim Wachdienst am Badesee eingesetzt. Einem weiteren Hobby geht er beim Modell-Eisenbahn-Club Bayreuth nach.

1944 in Asch geboren, wurde er mit seiner Familie 1946 aus der damaligen Tschechei vertrieben und landete nach Umwegen über Hessen 1955 in Schönwald. 1978 heiratete er seine Frau Angelika, 1993 siedelte die Familie nach Kulmbach über. Sein abwechslungsreiches Berufsleben, zuletzt als Krankenpfleger und Betreuer körperlich und geistig behinderter Menschen im "Haus Schmeilsdorf", beendete er 2002. Neben drei Söhnen, einer Tochter und vier Enkeln, gratulierten Freunde aus Tschechien und ein Schulfreund aus Hessen, den er seit 35 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Dieter Hübner

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren