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Heinrich Friedlein 80: Eine Autorität auf dem Fußballplatz

Mit Heinrich Friedlein feierte gestern ein verdienter Sportsmann seinen 80. Geburtstag. Einen Namen hat sich der Jubilar vor allem als Schiedsrichter in gan...
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Seinen 80. Geburtstag feierte Heinrich Friedlein. Von links: Adelheid Wich, Bürgermeister Robert Bosch, Lebensgefährtin Elisabetha Pohl, Heinrich Friedlein, die Töchter Heike und Dagmar, Schwester Ursula Brauer und Schwager Bill Brauer.  Foto: Werner Reißaus
Seinen 80. Geburtstag feierte Heinrich Friedlein. Von links: Adelheid Wich, Bürgermeister Robert Bosch, Lebensgefährtin Elisabetha Pohl, Heinrich Friedlein, die Töchter Heike und Dagmar, Schwester Ursula Brauer und Schwager Bill Brauer. Foto: Werner Reißaus
Mit Heinrich Friedlein feierte gestern ein verdienter Sportsmann seinen 80. Geburtstag. Einen Namen hat sich der Jubilar vor allem als Schiedsrichter in ganz Oberfranken und darüber hinaus gemacht, denn er war über viele Jahre eine Autorität auf dem Fußballplatz. Er schaffte es bis in die Bayernliga und leitete im Austausch auch Spiele in der Hessenliga.
Die Spesen eines Bayernligaschiedsrichters von damals sind mit denen von heute nicht vergleichbar. Bekam man damals gerade mal 100 Mark, so ist es heute ein Vielfaches davon. Von 1963 bis 1995 leitete Heinrich Friedlein mehr als 1500 Spiele. Sein ruhiges und besonnenes Auftreten auf den Fußballplätzen war stets korrekt und zuvorkommend. Auch im Schiedsrichter-Ausschuss waren sein Rat und seine Arbeit über 20 Jahre gefragt.
In diesem Zusammenhang berichtete Tochter Heike von einigen Erlebnissen, denn gemeinsam mit ihrer Schwester Dagmar war sie immer dabei: "Die schönste Geschichte war damals, als wir in Wilhelmstal waren und es um die Meisterschaft ging. Mein Vater hatte einen Elfmeter nicht gegeben. Wir waren beide im Auto gesessen und ich drückte überall die Türen zu, weil wir mitbekamen, wie die Zuschauer wie eine aufgebrachte Meute hinter ihm herliefen und er uns zurief: ,Sperrt auf, sperrt auf!' Wir sind dann davongefahren und die Meute hinter uns her. Unser Papa blieb aber ansonsten immer cool und souverän."


Verdient gemacht um den TSC

Große Verdienste hat sich der frühere Webmeister der Kulmbacher Spinnerei - er war dort über 40 Jahre beschäftigt - vor allem um den TSC Mainleus erworben, zunächst als aktiver Fußballer und später auch im Vereinsausschuss. Heinrich Friedlein war über zehn Jahre Schülerleiter des TSC und trainierte auch die F-Jugend.
Herausragend sein Engagement als stellvertretender TSC-Vorsitzender von 1981 bis 1991 und zuletzt als Vorsitzender von 1991 bis 2006. Noch im gleichen Jahr ernannte ihn "sein TSC" zum Ehrenvorsitzenden. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Fahnenweihe, das 90-jährige Vereinsjubiläum und der Neubau des TSC-Sportheimes, das vom "Friedleins Heiner", wie er liebevoll genannt wurde, als ehrenamtlicher Gastronom geführt wurde. Er war sich für keine Arbeit im Verein zu schade und "bastelte" auch mit an einer erfolgreichen Ära des TSC, der 2006 in die Bezirksliga aufstieg.
Unter seinem Vorsitz stieg die Mitgliederzahl innerhalb von 15 Jahren um rund 100 Mitglieder auf 610. Nicht von ungefähr wurde Heinrich Friedlein im Jahr 2006 mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Auch die Marktgemeinde Mainleus würdigte die großartige ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender des TSC Mainleus mit der Gemeindemedaille. Vom Bezirk Oberfranken des Bayerischen Fußballverbandes erhielt er den Schiedsrichter-Ehrenwimpel.
Eine große Leidenschaft war für Heinrich Friedlein auch der Dienst in der Feuerwehr Mainleus, den er über 40 Jahre ausübte. 2002 ernannte ihn die Mainleuser Wehr zum Ehrenmitglied.
Die Glückwünsche der Marktgemeinde Mainleus und auch des TSC Mainleus überbrachte Bürgermeister und TSC-Vorsitzender Robert Bosch, der das großartige ehrenamtliche Engagement von Heinrich Friedlein besonders würdigte. Für den Awo-Ortsverband Mainleus gratulierte Adelheid Wich. Besonders freute sich der Jubilar über die Glückwünsche seiner Enkelkinder Max, Hannes und Hellen.
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