Herzogenaurach
herzogenaurach.inFranken.de  Eine Delegation aus Herzogenaurach erkundete die Partnerstadt Wolfsberg in Kärnten.

Heimatverein zu Besuch bei Freunden

Zum vierten Mal stattete der Herzogenauracher Heimatverein der Kärntner Partnerstadt Wolfsberg einen Besuch ab, und auch diesmal schwärmten alle Teilnehmer von der Gastfreundschaft und den unvergessli...
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Die Herzogenauracher besichtigten die Hundertwasser-Kirche in der Steiermark. Foto: privat
Die Herzogenauracher besichtigten die Hundertwasser-Kirche in der Steiermark. Foto: privat

Zum vierten Mal stattete der Herzogenauracher Heimatverein der Kärntner Partnerstadt Wolfsberg einen Besuch ab, und auch diesmal schwärmten alle Teilnehmer von der Gastfreundschaft und den unvergesslichen Stunden in Österreich. Die Gastgeber gaben sich wie immer größte Mühe,den Aufenthalt an der Lavant zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Bei einem Stadtrundgang erhielt die fränkische Delegation einen fundierten Eindruck in die Wolfsberger Geschichte. Die Stadt gehörte wie Herzogenaurach einst zum Hochstift Bamberg, und erst 1759 hat Kaiserin Maria Theresia die Stadt Wolfsberg nebst dem Umland den Bambergern abgekauft. Obwohl die vereinbarte Kaufsumme nie überwiesen wurde, haben sich vor 50 Jahren lokale Politiker der gemeinsamen Geschichte erinnert. 1968 hat der Bamberger Oberbürgermeister Mathieu an die gemeinsame Geschichte Bambergs und seine Kärntner sowie steirischen Besitzungen erinnert und Herzogenaurach hat unter Bürgermeister Hans Maier die Freundschaft mit dessen Wolfsberger Amtskollegen Kunstätter begründet.

Seither wurde das freundschaftliche Verhältnis der beiden Gemeinden ständig vertieft: Vereine und Schulklassen sowie zahlreiche Privatpersonen pflegen Freundschaften und die Partnerschaft zwischen den beiden etwa gleich großen Städten (jeweils rund 25 000 Einwohner). Und so stand ein Tag des Besuchs des Heimatvereins ganz im Zeichen der Stadtgeschichte und der Kärntner Kultur. Ein Besuch in den Ausstellungsräumen im Stadtmuseum, ein Stadtrundgang sowie der Besuch im Haus der Regionen mit seinen kulinarischen Kostbarkeiten waren erste Höhepunkte.

Es folgten ein gemeinsames Mittagessen mit Kärntner Spezialitäten sowie ein gemütlicher "Kärntner-fränkischer Abend" mit Mundartbeiträgen sowie viel Musik und Gesang. Der MGV (Männer-Gesang-Verein) bewies, welch großartige Chöre man in Kärnten besitzt. Und als Peter Flöher und Norbert Aichholzer, beide bekannt von ihren Auftritten beim Herzogenauracher Altstadtfest, zu ihren Instrumenten griffen, gab es für Emmi Weiß (Akkordeon), den "Tuba-Peter" (Peter Persin) und Fritz Rabenstein (Teufelsgeige) auf Herzogenauracher Seite kein Halten mehr. Gemeinsam brachte das kärntner-fränkische Quintett den Saal zum Beben. Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz hatte dabei ebenso Spaß wie das Urgestein der Städtepartnerschaft, "Peppi" Pertl, und natürlich Robert Schmid von der Verwaltung, der das Programm für seine Freunde aus Herzogenaurach perfekt ausgearbeitet hatte.

Schließlich gab es für Herzogenauracher Reisegruppe noch eine Tagesfahrt in das "Grüne Herz Österreichs", in die benachbarte Steiermark. Nachdem man vor Jahren bereits der Kulturerbe-Stadt Graz einen Besuch abgestattet hatte, besuchte man diesmal das Städtchen Piber mit seiner weltbekannten Zuchtstätte für Lipizzaner-Pferde. Hauptabnehmer für die edlen Pferde ist noch immer die weltberühmte Wiener Hofreitschule.

In Bärnbach/Piber steht die einzige Kirche, die der österreichische Architekt, Grafiker und Maler Friedensreich Hundertwasser geschaffen hat: eigenwillig, aber originell wie alle seine Kunstwerke. Und da man die Steiermark nicht ohne den typischen "Schilcher-Wein" mit einer reichhaltigen "Jause" (Brotzeit) in einem landestypischen Buschenschank verlassen darf, gab es zum Abschluss einen gemütlichen "steirischen Abend".

Dass eine solche Studienfahrt nach Wiederholung ruft, darüber waren sich die 51 Teilnehmer einig.

Klaus-Peter Gäbelein

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