Herzogenaurach

Heimatverein führt in verborgene Winkel des Herzogenauracher Schlosses

1993 wurde der Tag des offenen Denkmals in Deutschland eingeführt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat damals die Verantwortung für die Koordination und...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zum Tag des offenen Denkmals bietet der Heimatverein zwei kostenlose Führungen durch das Herzogenauracher Schloss an. Foto: Archiv Jupp Hagen
Zum Tag des offenen Denkmals bietet der Heimatverein zwei kostenlose Führungen durch das Herzogenauracher Schloss an. Foto: Archiv Jupp Hagen
1993 wurde der Tag des offenen Denkmals in Deutschland eingeführt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat damals die Verantwortung für die Koordination und Organisation dieser Veranstaltungsreihe übernommen. Der Tag des offenen Denkmals öffnete Türen von zuletzt mehr als 8000 Denkmälern in über 2600 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland.
Der "Denkmaltag" findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Der Heimatverein Herzogenaurach beteiligt sich seit über zehn Jahren an diesem bundesweiten Ereignis. "Nicht immer haben die vorgegebenen Themen auf unsere Stadt gepasst, aber wenn es möglich war, so haben wir etwas Themengemäßes angeboten", so der Vorstand des Heimatvereins in einem Pressebericht. Als Beispiel führt Vorsitzender Klaus-Peter Gäbelein an, dass man zahlreichen interessierten Besuchern zum Thema Fachwerk entsprechende Objekte in der Stadt gezeigt hatte, dass man die Glass'sche Scheune am Steinweg mit ihren mächtigen Obergeschossen präsentierte oder zum Thema Denkmal bei einem Stadtrundgang die Besucher zu den wichtigsten steinernen Denkmälern der Stadt geführt hat. Auch das Thema "Wasser" hat man vor Jahren durch einen Besuch der Stadtmühle und einen Spaziergang entlang der Aurach in die Thematik mit einbezogen.
Daneben wurden die ältesten Gebäude der Stadt, der Fehnturm, das älteste Bürgerhaus der Stadt im Steinweg oder das Alte Rathaus bei Führungen mit eingebunden. Das diesjährige Rahmenthema für den Tag des offenen Denkmals, nämlich "Macht und Pracht", nimmt der Heimatverein zum Anlass, die Besucher einmal durch das Herzogenauracher Schloss zu führen. Bürgermeister German Hacker (SPD) hat sich auf das Ersuchen des Vereins spontan bereiterklärt, die Genehmigung zu erteilen, dass das barocke Gebäude aus dem 18. Jahrhundert gezeigt werden kann. "Da gehe ich selbstverständlich auch mit, denn ich kenne manche Stellen - vor allem auf den Dachböden - auch noch nicht", war die Reaktion des Stadtoberhaupts.
Bei einem ersten Ortstermin hat der Vorsitzende des Heimatvereins mit Mitarbeitern des Bauamts vor allem die Dachböden und Amtsräume des Schlosses in Augenschein genommen. Das gemeinsame Fazit lautet: Nicht alle Böden sind aus Sicherheitsgründen begehbar, doch werden die zuletzt vom Spielmannszug "Grenzmark" genutzten Räume zu besichtigen sein. Außerdem erhalten die Besucher Eindrücke von den eindrucksvollen Stuckarbeiten in ihrer alten Farbgestaltung, können Blicke in die Amtsräume in beiden Stockwerken werfen und erhalten Informationen zur früheren Nutzung, als der Herr Amtmann noch über sein "Stedtlein Hertzogawrach" regierte.
Kostenlose Führungen am Sonntag, 10. September, finden um 10 Uhr und um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils im Schlosshof. red
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren