Burgkunstadt

Heimalltag wurde plötzlich bunt

Wie positiv Völkerverständigung sein kann, durften die Bewohner des neuen Pflegehauses St. Konrad bei Regens-Wagner in Burgkunstadt erfahren. Sie erhielten ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Clowns Soso, Juliano, Jakomo und Waltero,  Foto: Roland Dietz
Die Clowns Soso, Juliano, Jakomo und Waltero, Foto: Roland Dietz
Wie positiv Völkerverständigung sein kann, durften die Bewohner des neuen Pflegehauses St. Konrad bei Regens-Wagner in Burgkunstadt erfahren. Sie erhielten Besuch von einer deutsch-französischen Clowns-Truppe, die ihnen jede Menge Vergnügen bereitete.
2001 hat sich die Deutsch-Französische Gesellschaft Obermain gegründet, um den Austausch mit dem Nachbarland Frankreich zu fördern. Dass dies mit den Städtepartnerschaften zwischen der französischen Stadt Quéven und Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain gelungen ist, ist hinreichend bekannt. Doch hinter derartigen Partnerschaften stehen Menschen, die Freundschaften aufbauen und pflegen. Zum Beispiel Hans-Walter Kraus aus Weismain, 2. Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft Obermain und seine Frau Sigrid, die in Joel Gargam und siner Familie gute Freunde gefunden haben. Joel Gargam ist Mitglied einer um Quéven auftretenden Clownstruppe. Bei einem Besuch der Familie Kraus in Frankreich fragte Gargam seinen Gast Hans-Walter Kraus, ob er nicht beim deutsch-französischen Abend für einen erkrankten Kollegen einspringen könnte. Hans-Walter Kraus fand daran sofort Gefallen und war im Nu als komischer Assistent "Waltero" bei den "Les-Clowns-Tontons-Yoyo" mit von der Partie. Neben Auftritten bei gegenseitigen Besuchen hat das Ganze seinen Höhepunkt durch eine Tour durch Marokko erreicht.
Jetzt gab es einen wundervollen Auftritt bei pflegebedürftigen Menschen in der Burgkunstadter Regens-Wagner Einrichtung. Es war nicht nur eine willkommene Abwechslung für die Heimbewohner vom Alltagsgeschehen. Alle wurden beim einstündigen Auftritt in ein Leben ohne Sorgen und Nöte geführt. Dass der kleine Enkel von Walter Kraus als Clown "Juliano" mit dabei war und die vier Clowns überhaupt keine Berührungsängste hatten, brachte alles in ein sehr sympathisches Licht. Eine Fliege summt durch den Raum und stört Clown "Waltero" bei seiner Morgenlektüre. Wie ein Tollpatsch gelingt es ihm nicht, das Insekt mit der Lektüre (Heinrichsblatt) zu erlegen. Vielmehr liegt er auf dem Boden. Das Publikum johlt und klatscht begeistert. Aber auch in der Zauberkunst verstehen sich die Clowns. Das plötzlich verschwundene Tuch findet sich im Nacken einer Krankenpflegerin wieder. Als Clown "Jakomo" die Banane wegzaubern will und diese von "Soso" versehentlich verspeist wird und die leere Schale plötzlich unter seinem Hut wiederauftaucht, hat die Aufführung ihren Höhepunkt erreicht. Und als "Jakomo" Glöckchen austeilt und damit auf seinen Einsatz hin die "Nationalhymne" erklingt, ist selbst Heimleiterin Sabine Schuberth mitten im Geschehen dabei. Aber auch Nachwuchsclown "Juliano" darf sein Können beweisen als er einen Hut voll Wasser gießt, diesen aufsetzt und überhaupt nicht nass wird. Die leuchtenden Augen der Bewohner, zeigten: Die Clowns hatten diesen Tag für die Heimbewohner etwas bunter gemacht. rdi
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren