Erlangen

Heim für Nanotechnologie

Der Neubau des Interdisziplinären Zentrums für Nanostrukturierte Filme der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde übergeben.
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Zur offiziellen Einweihung des gut 4600 Quadratmeter großen Forschungsneubaus des Interdisziplinären Zentrums für Nanostrukturierte Filme kamen hochrangige Gäste aus Politik und Wissenschaft, darunter der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Innenminister Joachim Herrmann.  Foto: FAU/Erich Malter
Zur offiziellen Einweihung des gut 4600 Quadratmeter großen Forschungsneubaus des Interdisziplinären Zentrums für Nanostrukturierte Filme kamen hochrangige Gäste aus Politik und Wissenschaft, darunter der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Innenminister Joachim Herrmann. Foto: FAU/Erich Malter

Rund 250 Forscher sowie Doktoranden haben ein neues Domizil gefunden: das Interdisziplinäre Zentrum für Nanostrukturierte Filme (IZNF) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), ein gut 4600 Quadratmeter großer Forschungsneubau am Südgelände der Universität. Zur offiziellen Einweihungsfeier sind neben weiteren hochrangingen Gästen aus Politik und Wissenschaft gleich zwei bayerische Minister an die FAU gekommen: Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Innenminister Joachim Herrmann.

"Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es heutzutage unerlässlich, über die eigene Disziplin hinauszudenken. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das neue Interdisziplinäre Zentrum für Nanostrukturierte Filme. Die elf Arbeitsgruppen kommen nicht nur von ganz unterschiedlichen Lehrstühlen der FAU, sondern profitieren darüber hinaus besonders von der räumlichen Nähe zu Partnereinrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut IISB, dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) und dem Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI-ERN)", hob Professor Joachim Hornegger, Präsident der FAU, in seiner Begrüßung hervor.

Kosten: 41,7 Millionen Euro

Der 41,7 Millionen Euro teure Neubau beherbergt verschiedene chemische und physikalische Labore, Räumlichkeiten für hochempfindliche Messgeräte sowie Büro- und Konferenzräume. Unter der Federführung des Staatlichen Bauamts Erlangen-Nürnberg ist seit dem Spatenstich vor drei Jahren ein hochmoderner Forschungskomplex entstanden. Das IZNF, das Teil des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) ist, erweitert die bereits gefestigten Kompetenzen der FAU in den Bereichen "Neue Materialien und Prozesse" sowie "Optik und Photonische Technologien" um den Bereich "Funktionale Dünnfilmtechnologien".

Grundlagenforschung

Die Forscher beschäftigen sich am IZNF sowohl mit Grundlagenforschung als auch mit technisch relevanten Anwendungen. Sie entwickeln neue Methoden, um Filme mit bis zu atomarer Präzision abzuscheiden und im Nanometerbereich zu strukturieren, sie untersuchen ihre innere Beschaffenheit und erforschen ihre chemischen, physikalischen und mechanischen Eigenschaften. Anwendungen finden diese neuen Technologien beispielsweise in der Medizintechnik, der chemischen Industrie, der Sensorik und Elektronik sowie der Photovoltaik. Allein ein Handy enthält in den Transistoren des Mikroprozessors, im Display und im Speicher Milliarden ganz unterschiedlicher Arten dünner Schichten.

Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, bekräftigte in seinem Grußwort: "Erlangen ist ein starker Standort für Spitzenforschung."

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