Heiligenstadt

Heiligenstadt ist für den Oster- und den Erntedankbrunnen bekannt

Die Marktgemeinde Heiligenstadt ist nicht nur für den schönen Osterbrunnen, sondern auch für den mit viel Liebe erstellten Erntedankbrunnen in der Region be...
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Die Mitglieder beim Kronebinden
Die Mitglieder beim Kronebinden
Die Marktgemeinde Heiligenstadt ist nicht nur für den schönen Osterbrunnen, sondern auch für den mit viel Liebe erstellten Erntedankbrunnen in der Region bekannt. Der Brunnen vor dem Rathaus wird im Herbst von den Mitgliedern des örtlichen Gartenbauvereins geschmückt.
"Wir sammeln die Korn- und Weizenähren selbst. Für die vierteilige Krone brauchen wir da massig", erzählt die Vereinsvorsitzende Gertrud Hübschmann. Außerdem sammeln sie Blüten und Gräser und trocknen sie. Gebunden wird die Krone dann in Reckendorf bei Lydia Bauer. "Da haben wir genügend Platz", sagt die Vorsitzende. Eine Woche vor dem Erntedankfest wird dann um Gemüse- und Obstspenden gebeten. Einige Hobby-Gärtner bringen das Geerntete dann entweder zu Gertrud Hübschmann oder zu Lydia Bauer. "Manche legen das Obst und Gemüse, wenn es sich zum Beispiel um große Kürbisse handelt, direkt zum Brunnen", erzählt Lydia Bauer.
Am Donnerstagabend beginnen die Vorbereitungen. Beispielsweise wird ein Gitter für das Ablegen der Dekoration angebracht. "Am Freitagnachmittag treffen sich so etwa zehn bis 20 Personen und das Schmücken geht los", berichtet Lydia Bauer. Und Getrud Hübschmann erklärt, dass man am Freitag beginne, damit man bei Problemen oder schlechtem Wetter noch den Samstag zum Dekorieren habe.
Große Gemüse wie Kraut oder Wirsing kauft der Verein aus eigener Kasse zu. Natürlich wird auch hier - trotz viel Arbeit beim Schmücken - Wert auf Gemütlichkeit gelegt. "Meine Schwiegermutter bäckt für uns. Darauf freut sie sich jedes Jahr", erzählt Lydia Bauer. Und weil viele die Obst- und Gemüsesorten nicht mehr kennen, werden sie ausgezeichnet - in Fränkisch. Futterrüben heißen hier "Rangersen". Das irritierte eine Besucherin aus Regensburg, die bis dato kein Gemüse namens "Ranger" - ausgesprochen "Reindschäer" - kannte.
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