Hausen

Hausens später Haushalt: Kämmerer verweist auf hohe Personalausfälle

In seiner letzten Sitzung des Jahres befasste sich der Gemeinderat Hausen nach einstimmiger Empfehlung vom Finanzausschuss mit der Abstimmung über die Haushaltssatzung 2019. Dabei gab es auch Kritik z...
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In seiner letzten Sitzung des Jahres befasste sich der Gemeinderat Hausen nach einstimmiger Empfehlung vom Finanzausschuss mit der Abstimmung über die Haushaltssatzung 2019. Dabei gab es auch Kritik zum Vorgehen in dieser Sitzung.

Zweiter Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) warb vor der Abstimmung um Verständnis für die lange Zeitdauer bis zur jetzigen Vorlage des Haushalts, um anschließend Kämmerer Peter Greiner-Fuchs das Wort zu erteilen. Dieser erläuterte die Gründe. 2019 sei für die Verwaltung durch hohe Personalausfälle und ungewöhnliche Fluktuation im Personalbereich ein turbulentes Jahr, sagte Greiner.

Dennoch hätten die restlichen Mitarbeiter mit Engagement versucht, die verwaisten Sachgebiete mitzubetreuen, was zumindest einiges abgefedert habe. Wichtig für die Erstellung eines Haushaltsplans sei die Zuarbeit der jeweiligen Dienststelle, und dazu sei eben ein geregelter Dienstbetrieb Voraussetzung. Dennoch sei es gelungen, durch Neueinstellungen und in Zusammenarbeit mit dem stellvertretenden Bürgermeister einen Haushalt vorzulegen, der auch als Vorbereitung für den Haushalt 2020 zu betrachten sei.

Die höchste Einnahmequelle in der Gemeinde ist mit 2,6 Millionen Euro die Einkommensteuer, gefolgt von der Gewerbesteuer mit 1,1 Millionen Euro. "Der Anstieg der Gewerbesteuer ist beachtenswert", sagte der Kämmerer, wenn man zurückblickend 2017 500 000 Euro verbucht hatte.

Als größte Ausgabeposition nannte Greiner-Fuchs mit 1,6 Millionen Euro die Kreisumlage. Die Schulden der Gemeinde betragen 272 700 Euro zum 31. Dezember 2019, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 73,70 Euro entspricht.

8,4 Millionen für Sanierung

In den kommenden Jahren, so der Kämmerer, werde die Sanierung des Gemeindezentrums mit 8,4 Millionen Euro die umfangreichste Investition sein, die die Gemeinde vor große finanzielle Aufgaben stelle. Um diese bewältigen zu können, sei 2021 eine Kreditaufnahme von 4,2 Millionen Euro erforderlich. Damit würde sich auch die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1142 Euro erhöhen.

Die Haushaltssatzung sieht Einnahmen und Ausgaben von je 13 Millionen Euro vor, wovon 7,1 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 5,9 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfallen. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt wurden auf 147 500 Euro festgesetzt.

Der Gemeinderat stimmte der Haushaltssatzung mehrheitlich zu, bei vier Nein-Stimmen der UWG-Fraktion. Gemeinderat Roland Garcon (UWG) hatte für die Fraktion erklärt, dass man wegen des Ablaufs nicht zustimmen könne, da der Haushalt nicht in der gesetzlichen Frist vorgelegt worden sei.

Auch Projekte wie das Gasthaus "Krone" würden nur von Jahr zu Jahr geschoben. Garcon rügte ebenfalls ein fehlendes Investitionsprogramm. Bernd Ruppert stimmte in manchen Beanstandungen zu, in anderen Vorwürfen allerdings nicht. Der anschließende Antrag einer Gemeinderätin, den Haushalt wieder in den Finanzausschuss zurückzugeben, lehnten die Räte mehrheitlich ab. Gerlinde Kraus (SPD) konnte die Argumente des Kämmerers, weshalb der Haushalt erst jetzt fertiggestellt werden konnte, nachvollziehen und stimmte mit dem Hinweis, offene Themen zeitnah umzusetzen, dem Haushalt zu.

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