Hausen

Hausen und das viele Holz

Zum Tag des Museums lädt der Heimat- und Trachtenverein am Sonntag zu zwei Vorträgen ein. Die Gemeinde hatte früher einen extra Gleisanschluss.
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Viel Holz ist auf dem historischen Bild von Hausen zu sehen. Es wirft aber auch einige Fragen auf.  Foto: Gemeinde Hausen
Viel Holz ist auf dem historischen Bild von Hausen zu sehen. Es wirft aber auch einige Fragen auf. Foto: Gemeinde Hausen

Zum Tag des Museums lädt der Heimat- und Trachtenverein Hausen am Sonntag, 19. Mai, in das Dorfmuseum im Greifenhaus ein. Es wird das Thema Holz aufgegriffen.

"Dazu können wir diesmal gleich zwei Vorträge darbieten", freut sich der Vorsitzende Franz Renker. "Die Häusner und der große Wald" ist der Titel des Vortrags von Heimatpfleger Gerhard Batz. Er beschäftigt sich mit der Beziehung der Hausener zu "ihrem" Wald, dem Gebiet der Oberen Mark südwestlich von Hausen im heutigen Flurgebiet "Reuth" und rund um den First. Im Mittelpunkt stehen die Waldrechte, die vielen Hausener Bauern von 1348 bis 1840 - einigen auch noch danach - zustanden. Diese Waldrechte waren immer wieder umstritten, weil es sich um bischöfliche Rechte handelte, die meisten Bauern aber Nürnberger Untertanen waren.

Zurück in die heutige Zeit wird die Besucher dann Förster und Revierleiter Erich Daum (Bayerische Staatsforsten, Revier Oesdorf) führen. Er stellt den modernen Forstbetrieb vor, der mit zeitgemäßer Bewirtschaftung die ökologischen, sozialen und ökonomischen Ansprüche der Bevölkerung erfüllt. Er wird auch einen Ausblick auf den Zukunftswald im Zeichen des Klimawandels wagen.

Es gilt aber auch einige Rätsel zu lösen. Im Amtsblatt hat sich Franz Renker mit offenen Fragen und einem historischen Bild an die gemeindlichen Senioren gewandt. Hausen hatte einen extra Gleisanschluss, es wurde dort jede Menge Holz verladen. Eine seiner Fragen dazu: "Wer weiß noch, für was die kurzen Hölzer, die im Bild zu sehen sind, gebraucht wurden?" Es bleibt spannend, ob das Rätsel aufgelöst werden kann.

Das Programm

Für den "Häusner Museumstag" ist folgendes Programm vorgesehen: Um 9.45 beginnt der Gottesdienst, anschließend besteht die Möglichkeit zum Frühschoppen. Der erste Vortrag in der Gogl-Scheune von Heimatpfleger Gerhard Batz beginnt um 13.30 Uhr. Um 14 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) und ab 14.15 Uhr wird Förster Erich Daum seinen Vortrag beginnen.

Als Begleitprogramm sind Museumsführungen, Kettensägen-Schnitz-Vorführungen, eine Demonstration eines historischen Säge-Spalt-Automaten, Wettsägen für jedermann in Zweierteams sowie "Holz-Hochpumpen" mit einer Hebevorrichtung von 1867 und "Holzpoltern wie anno dazumal" vorgesehen. Es gibt Mittagstisch und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. erl

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