Haßfurt
Wirtschaft

Haßberge und Schweinfurt starten Rückkehrer-Aktion für junge Leute

Zur Arbeit ist es gar nicht weit, aber trotzdem vergeht jede Woche Stunde um Stunde im städtischen Stau. Gute Gehälter, aber jeder dritte Euro geht für die ...
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So sieht eine Postkarte der Kampagne aus  Foto: Landratsamt Schweinfurt
So sieht eine Postkarte der Kampagne aus Foto: Landratsamt Schweinfurt
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Zur Arbeit ist es gar nicht weit, aber trotzdem vergeht jede Woche Stunde um Stunde im städtischen Stau. Gute Gehälter, aber jeder dritte Euro geht für die Miete drauf. Interessanter Job, aber durch die Wartezeit in der Kindertagesstätte klappt der Wiedereinstieg nicht so schnell wie geplant. Diese Probleme kennen junge Menschen, die nach der Ausbildung oder dem Studium in einer Großstadt geblieben sind.
Dass im Raum Schweinfurt, wie die beiden Landkreise Haßberge und Schweinfurt weiter mitteilten, Berufseinsteiger der Ingenieurswissenschaften die höchsten Gehälter in Deutschland erzielen, ist dagegen schon weniger bekannt. Auch dass in den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge für die Mieten nur bis zu 15 Prozent des Einkommens gezahlt werden müssen, weiß nicht jeder. Die Region am Main gehört damit im Übrigen zu den Regionen Deutschlands mit der höchsten Kaufkraft. Mit über 1800 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bestehen in der Region daneben auch die besten Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Kreise Haßberge und Schweinfurt wollen mit der Kampagne "am MAIN daheim" diese Pluspunkte der Region deutlich herausstellen. Angesprochen werden - unter anderem durch Postkarten, die zunächst in den Städten München und Stuttgart in Cafés und Gaststätten verteilt werden - insbesondere junge Menschen, die aus der Region stammen und ihre ersten beruflichen Erfahrungen in einer Großstadt sammelten.


Herausforderung

"Wir wollen jungen Fachkräften das Angebot machen, in ihre Heimatregion zurückzukehren. Wenn sie nach der ersten Berufserfahrung eine neue Herausforderung suchen oder die Frage in den Vordergrund rückt, in welchem Umfeld die Kinder aufwachsen sollen, kann die Region am Main wieder eine interessante Alternative zur Großstadt sein", erläutert Frank Deubner, Wirtschaftsförderer des Landkreises Schweinfurt. Über die Online-Pinnwand auf der Website www.am-main-daheim.de können sich junge Fachkräfte vorstellen und auf ihr berufliches Profil verlinken. Unternehmen aus der Region können sich und ihre Stellenportale auf der Pinnwand ebenfalls kurz vorzustellen.
Durch die zunehmende Digitalisierung und den Wandel der Arbeitswelt wird künftig in vielen Berufen die Präsenz im Unternehmen nicht mehr täglich erforderlich sein. Auch aus dem ländlichen Raum lassen sich Tätigkeiten dann ausüben, die heute nur in Ballungszentren angeboten werden. Bereits heute bieten die Kreise Schweinfurt und Haßberge bereits eine Vielzahl interessanter Unternehmen und Arbeitsplätze. "Wir haben in der Region eine Vielzahl von Unternehmen, die mit ihren Produkten auf dem Weltmarkt in den Bereichen Technik, Qualität und Innovation führend sind. Das sind oft auch Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter investieren und optimale Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten", sagt Michael Brehm, Wirtschaftsförderer des Landkreises Haßberge.
Die Kampagne "am MAIN daheim" ist ein Kooperationsprojekt der Kreise Haßberge und Schweinfurt und wird im Zuge des Leader-Programms des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. Für die Kreise Schweinfurt und Haßberge ist die Kampagne der Auftakt, um in den nächsten Jahren Fachkräfte für die Region zu gewinnen. red
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