Ebermannstadt
Experten

Hasenbein im Aufsichtsrat des Klinikums Forchheim/Fränkische Schweiz

Josef Hofbauer Neben den insgesamt sieben Kreistagsmitgliedern und weiteren sieben Mitgliedern des Forchheimer Stadtrates soll je ein externes Mitglied mit "hinreichend Sachkenntnis in krankenhausspez...
Artikel drucken Artikel einbetten
Siegfried Hasenbein  Foto: BKG
Siegfried Hasenbein Foto: BKG

Josef Hofbauer Neben den insgesamt sieben Kreistagsmitgliedern und weiteren sieben Mitgliedern des Forchheimer Stadtrates soll je ein externes Mitglied mit "hinreichend Sachkenntnis in krankenhausspezifischen Fragen" in den Aufsichtsrat des Klinikums Forchheim/Fränkische Schweiz berufen werden. Während der Forchheimer Stadtrat über den verwaltungsinternen Vorschlag erst noch beraten muss, haben sich die Mitglieder des Kreisausschusses bereits festgelegt. Das Gremium einigte sich auf den Vorsitzenden der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein.

Als Gegenkandidaten hatte Kreisrat Karl Waldmann (Die Grünen) als "Kenner der medizinischen Versorgung im Forchheimer Oberland" den Gößweinsteiner Mediziner Klaus Dieter Preis vorgeschlagen. Dies sei auch ein Signal an die Bevölkerung aus Ebermannstadt und Umgebung, wo die Bürger die Fusion mit Skepsis verfolgt hätten, argumentierte Waldmann, der mit der Entsendung von Preis ein Zeichen für das "Oberland" setzen wollte. Außerdem wollte er wissen, zu welchen Bedingungen Hasenbein bereit sei, das Mandat zu übernehmen. "Da müssen Zahlen auf den Tisch ", forderte Waldmann.

Absolute Ausnahme

Kreisrat Manfred Hümmer (FW) nannte es einen Glücksfall, dass ein Mitglied des Bayerischen Institutes für Krankenhaus-Organisation und Betriebsführung sich bereits erklärt habe im Aufsichtsrat des Klinikums Forchheim/Fränkische Schweiz mitzuarbeiten. Dabei handle es sich um eine absolute Ausnahme, denn Hasenbein sei in keinem Aufsichtsgremium eines anderen Krankenhauses vertreten, so dass Interessenskonflikte ausgeschlossen seien. "Mehr Kompetenz können wir nicht bekommen", unterstrich Hümmer.

Ein Glücksfall für Forchheim

Landrat Hermann Ulm (CSU) ergänzte: "Ich empfinde es als absoluten Glücksfall, dass sich Herr Hasenbein bereit erklärt hat, uns unserem Aufsichtsrat mitzuwirken." Der Forchheimer Alt-Oberbürgermeister Franz Stumpf untermauerte die Kompetenz von Hasenbein mit dem Hinweis, dass der bereits an Gesetzgebungsverfahren in Krankenhausfragen beteiligt gewesen sei und deshalb zukunftsweise Tipps geben könne. "So sehen wir frühzeitig, wohin die Reise im Krankenhauswesen in der Zukunft geht", betonte Stumpf.

Kreisrat Gerhard Schmitt (CSU) unterstrich, dass mit Siegfried Hasenbein eine Kompetenz in den Aufsichtsrat geholt werden könne, die frei sei von politischen Ambitionen und ebenfalls frei von örtlichen Befindlichkeiten. Bei aller Wertschätzung für Klaus-Dieter Preis sei das Fachwissen von Hasenbein in wirtschaftlichen und krankenhausspezifischen Fragen durch nichts zu ersetzen.

Dem schloss sich auch Wolfgang Fees (SPD) an. Es sei notwendig, ein Mitglied im Aufsichtsrat der Klinik zu haben, das einen neutralen Blick auf die Dinge werfen könne. Als Mitglied des Vorstandes der Deutschen Krankenhausgesellschaft blicke Hasenbein weit über den Tellerrand hinaus. Die finanzielle Entschädigung für Hasenbein sei demnach sehr gut angelegt.

Manfred Hümmer ergänzte, dass es ein ausdrücklicher Wunsch gewesen sei, mit den externen Mitgliedern wirklichen Sachverstand in den Aufsichtsrat der Klinik Forchheim/Fränkische Schweiz hineinzubekommen. Angesichts dieser Sachlage entschied sich die Mehrheit des Kreisausschusses für Siegfried Hasenbein. Gegen den Vorschlag stimmte Karl Waldmann. Komplettiert wird der Aufsichtsrat durch den Forchheimer Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) und Landrat Hermann Ulm (CSU).



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren